Ausnahmen von der Genehmigungspflicht

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Ausländische Arbeitnehmer sind grundsätzlich dazu verpflichtet, sich vor dem Beginn einer Beschäftigung in Deutschland einen Aufenthaltstitel zu besorgen.

Bestimmte Gruppen von ausländischen Arbeitnehmern sind jedoch von dieser Genehmigungspflicht befreit:

  • Staatsgehörige aus Ländern der EU/des EWR sowie der Schweiz
    (Ausnahmen gelten während einer Übergangszeit für Angehörige der Staaten, die am 1. Mai 2004 bzw. 1. Januar 2007 der EU beigetreten sind;
  • Ausländische Arbeitnehmer, die kraft Gesetzes zur Ausübung einer Beschäftigung berechtigt sind, zum Beispiel Ausländer mit einer Niederlassungserlaubnis;
  • Praktika;
  • Hochqualifizierte ausländische Arbeitnehmer, denen eine Niederlassungserlaubnis erteilt wird;
  • Führungskräfte, die als leitende Angestellte mit Generalvollmacht oder Prokura ausgestattet sind sowie Gesellschafter von Handelsgesellschaften und leitende Angestellte eines auch außerhalb Deutschlands tätigen Unternehmens auf Vorstands-, Direktions- und Geschäftsleitungsebene;
  • Lehrpersonen, wissenschaftliche Mitarbeiter, Gastwissenschaftler sowie Ingenieure und Techniker, die dem Forschungsteam eines Gastwissenschaftlers angehören sowie Lehrkräfte öffentlicher Schulen oder staatlich anerkannter privater Ersatzschulen;
  • ausländische Arbeitnehmer, deren vorübergehende Beschäftigung am Sitz des deutschen Arbeitgebers im Zusammenhang mit der kaufmännischen Vertretung des Unternehmens im Ausland erforderlich ist oder die im Rahmen ihrer Beschäftigung im Ausland einreisen, um hier kurzfristig kaufmännische Tätigkeiten wie Besprechungen oder Verhandlungen auszuführen, Verträge zu schließen oder Waren anzukaufen, die für die Ausfuhr bestimmt sind;
  • Personen, die unter Beibehaltung ihres gewöhnlichen Aufenthalts im Ausland im Rahmen von Vorträgen, Darbietungen von besonderem wissenschaftlichen oder künstlerischen Wert, Darbietungen sportlichen Charakters, Festspielen, Gastspielen oder Musik- und Kulturtagen tätig werden, wenn die Dauer der Tätigkeit 3 Monate innerhalb von 12 Monaten nicht übersteigt;
  • Personen, die nur in Tagesdarbietungen bis zu 15 einzelnen Tagen im Jahr auftreten;
  • Berufssportler oder Trainer, deren Einsatz in deutschen Sportvereinen oder vergleichbaren am Wettkampfsport teilnehmenden sportlichen Einrichtungen vorgesehen ist, wenn sie das 16. Lebensjahr vollendet haben und der Verein oder die Einrichtung ein Bruttogehalt zahlt, das mindestens 50 % der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung beträgt und der für die Sportart zuständige deutsche Spitzenverband im Einvernehmen mit dem deutschen Sportbund die sportliche Qualifikation als Berufssportler oder Trainer bestätigt;

Weitere Berufsgruppen findet man im Merkblatt MB7 der ARGE

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Vorraussetzungen für die Arbeit in Deutschland
Seite  2:  Begriffserläuterungen
Seite  3:  Ausnahmen von der Genehmigungspflicht
Seite  4:  Allgemeine Vorraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 5 Aufenthaltsgesetz
Seite  5:  Die Arbeitsberechtigung
Seite  6:  Die Arbeitserlaubnis
Seite  7:  Wo bekomme ich meine Arbeitsgenehmigung?
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