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Vorsitzender von Bundestags-Innenausschuss attackiert Merkel

AFP VOM 14.1.2008 | Nachrichten - Gesetzgebung | 8457 Aufrufe
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Strafrecht, Jugendstrafrecht

"Verhalten einer deutschen Regierungschefin nicht würdig"

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen. "Frau Merkel kann sich weitere Integrationsgipfel in die Haare schmieren, sie hat an Glaubwürdigkeit erheblich verloren", sagt Edathy der in Berlin erscheinenden "tageszeitung" (Montagsausgabe). Er sei "fassungslos" darüber, dass sich Merkel dem "ausländerfeindlich geprägten Treiben des hessischen Ministerpräsidenten nicht etwa in den Weg stellt, sondern ihn auch noch unterstützt. So ein Verhalten ist einer deutschen Regierungschefin nicht würdig".

Die Ängste der Menschen müssten ernst genommen werden, auch die Furcht vor Gewalt, sagte Edathy dem Blatt weiter. Aber in der Debatte um Jugendkriminalität des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch sei etwas ganz anderes geschehen. "Hier werden gezielt Ängste in der Bevölkerung geschürt - um daraus Stimmen für Landtagswahlen zu gewinnen. Es spricht nicht für die Charakterstärke der Bundeskanzlerin, dass sie dabei mitmacht."

13. Januar 2008 - 16.55 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008


Seiten in diesem Artikel:
Seite 1: Niedersachsen gegen Ausweitung des Strafrechts auf Kinder
Seite 2: Hessen mit höchster Zunahme von Jugendgewalt bundesweit
Seite 3: Koch will härteres Strafrecht auch bei Kindern anwenden
Seite 4: Zeitung: Beckstein will eigenes Sicherheitskonzept vorlegen
Seite 5: Vorsitzender von Bundestags-Innenausschuss attackiert Merkel
Seite 6: Koch stößt mit Jugendstrafen-Forderung auf breite Ablehung
Seite 7: Koalition signalisiert Wille zur weiteren Zusammenarbeit
Seite 8: Beck fordert Mäßigung in der Debatte über Jugendkriminalität

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