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Volvo nach Verkehrstod zweier Kinder auf der Anklagebank - 1/1
AFP vom 17.04.2007   |   2299 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - International

Volvo nach Verkehrstod zweier Kinder auf der Anklagebank

Prozess im Elsass beginnt am 23. Mai

Acht Jahre nach einem tragischen Unfall mit zwei getöteten Kindern im Elsass muss sich der schwedische Autohersteller Volvo vor Gericht verantworten. Wie ein Konzernsprecher am Dienstag mitteilte, soll der Prozess am 23. Mai im Städtchen Saverne westlich von Straßburg beginnen. Die Anhörungen werden voraussichtlich zwei Tage dauern. Die französische Justiz wirft dem Konzern fahrlässige Tötung und Körperverletzung vor, weil an einer Limousine möglicherweise ein Bremssystem versagt hat. Angeklagt sind neben der Volvo Cars Corporation, dem Mutterhaus in Göteborg, auch die französische Filiale Volvo Automobiles France, der für die Wartung verantwortliche Volvo-Händler im Elsass sowie die Fahrerin.

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Die Fahrerin der Volvo-Limousine hatte im Juni 1999 im Städtchen Wasselonne westlich von Straßburg die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und eine Gruppe von neun und zehn Jahre alten Kindern erfasst, die auf dem Gehsteig zur Schule gingen. Ein Mädchen wurde auf der Stelle getötet, ein anderes Kind starb drei Tage später. Ein Kind wurde schwer verletzt. Die Fahrerin sagte unmittelbar nach dem Unfall aus, ihr Bremssystem habe versagt. Diese Aussage wurde im Zuge der langwierigen Ermittlungen durch eines der zahlreichen Gutachten bestätigt.

Der Prozess soll nun klären, ob ein Kontruktionsfehler vorlag, ob das Bremssystem nicht vorschriftsmäßig gewartet wurde und und inwiefern die Fahrerin an dem Unfall mitschuldig war. Der zunächst erhobene Vorwurf, die Frau sei zu schnell gefahren, wurde in einem der Gutachten zurückgenommen.

17. April 2007 - 16.27 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2007



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