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Viele Flugausfälle bei der Lufthansa wegen Pilotenstreiks

AFP VOM 22.2.2010 | Nachrichten - Allgemein | 2493 Aufrufe
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Lufthansa, Streik

Auch Flugbegleiter drohen nun mit Arbeitsniederlegung

Unklarheit über die Auswirkungen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa: Nach Gewerkschaftsangaben ist fast jeder Flug ausgefallen, laut der Lufthansa dagagen hoben bis zum frühen Nachmittag bis zu 60 Prozent der geplanten Flüge ab. Mit Arbeitsniederlegungen drohen jetzt auch die Flugbegleiter der Lufthansa, weil das Unternehmen für die anstehende Tarifrunde bisher noch kein Verhandlungsangebot vorgelegt habe und sich weigere, Gespräche aufzunehmen.

Die Piloten sind seit 00.00 Uhr im Streik. Cockpit will so für die Sicherung der Arbeitsplätze der Piloten bei der deutschen Lufthansa kämpfen. Die Gewerkschaft befürchtet, Stellen könnten verloren gehen, weil die Lufthansa künftig mehr Strecken von Auslandstöchtern bedienen lässt, deren Piloten weniger verdienen.

"Nach unserer Ansicht läuft der Streik fantastisch", sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Cockpit. Fast jeder Lufthansa-Flug falle aus. Das große Chaos sei aber ausgeblieben, da die Gewerkschaft den Ausstand so früh angekündigt habe. Es gebe nur sehr wenige Fluggäste, die nicht befördert werden könnten. Der Cockpit-Sprecher schloss weitere Arbeitsniederlegungen nicht aus. Die Gewerkschaft hoffe, dass sich jetzt Bewegung im Tarifstreit ergebe.

Ein Lufthansa-Sprecher sagte, der Konzern habe das angestrebte Ziel erreicht, trotz des Pilotenausstands zwischen 50 und 60 Prozent der Verbindungen abzufertigen. Eine genauere Analyse der Ausfälle und Verspätungen will die Lufthansa womöglich später vorlegen.

Lufthansa will betroffene Kunden auf andere Flüge umbuchen oder innerhalb Deutschlands mit Bahntickets versorgen. Der Notfallplan der Lufthansa ist auf der Internetseite einsehbar. Informationen erhalten betroffene Fluggäste zudem unter der kostenlosen Rufnummer 0800-8506070.

Auch die Flugbegleiter der Lufthansa drohen mit Arbeitsniederlegungen. Ein Sprecher der Tarifkommission Lufthansa Kabine bei der Flugbegleitergewerkschaft UFO erklärte, die Gewerkschaft werde den Konzern deshalb "nötigenfalls durch Warnstreiks an den Verhandlungstisch bewegen". Sollten Einschnitte bei den Flugbegleitern geplant sein, müsse der Konzern seine Pläne offenlegen.Der Tarifvertrag zwischen Lufthansa und UFO läuft am 28. Februar aus.

22. Februar 2010 - 15.49 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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