Vermögensteuer in Spanien

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Aufgrund der Finanzkrise hat die spanische Regierung die Vermögensteuer wieder eingeführt

Newsflash - Schon für 2011 ist in Spanien Steuer auf das Vermögen zu bezahlen

Seit einschließlich 2008 wurde die Vermögenssteuer in Spanien in der Weise abgeschafft, dass auf diese ein 100% Nachlass gewährt wurde.

Da die 100% Reduzierung keine rechtliche Abschaffung war, konnte diese Steuer ohne ein Gesetzgebungsverfahren durch königliches Dekret wieder eingeführt werden, was dazu beigetragen hat, dass die Steuer schon für 2011 fällig wird.

Ernesto  Grueneberg
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Rechtsanwalt
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Es wurde aber auch einen erweiteren Freibetrag gewährt, der von damals 108.182,18 € auf 700.000 € erhöht wurde. Für in Spanien ansässige besteht auch für die Wohnung einen weiteren Freibetrag iHv 300.000 €, solange diese den gewöhnlichen Aufenthalt darstellt. 

Der Steuersatz beträgt z.B. für ein Vermögen von 1 Mio. € 0,9 % des in Spanien belegenen Vermögens, wobei aufgrund des freibetrags iHv 700.000 € der Steuersatz nur 0,3 % des gesamten Vermögens beträgt.

Nicht in Spanien Ansässige sind auch dieser Steuer unterworfen und müssen bei entsprechenden Anhaltspunkten über das Vorhandensein von Vermögen, das über dem Freibetrag liegt, einen Fiskalvertreter in Spanien beauftragen, der die aus dieser Steuerpflicht herrührenden Verpflichtungen übernimmt.

Der Steuerpflichtige ist dazu verpflichtet, eine Steueranmeldung jährlich einzureichen.

Es ist derzeit geplant, die Vermögensteuer nur für die Veranlagungszeiträume 2011 und 2012 einzuführen. Eine zeitliche Erweiterung ist aber derzeit nicht ausgeschlossen.

Ernesto Grueneberg, LL.M.
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Ernesto Grueneberg
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Guten Tag Herr Grueneberg,
ich habe Ihren Artikel " Vermögensteuer in Spanien " gelesen und würde darüber gerne mit Ihnen sprechen.
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Leserkommentare
von olpol am 03.06.2013 18:06:11# 1
Das spanische FA (die Regionalregierungen haben leicht unterschiedliche Steuersätze und Freibeträge) verlangt die Erklärung über das Vermögen im In-wie auch im Ausland, Haus-Bank-Grundstück-Auto-Boot-Werte sowie Schmuck und Kustgegenstände, wobei die Berechnung des Wertes jedes Einzelnen nicht immer eindeutig aus dem Gesetzestext hervorgeht.
Z.B. muss der höhere Wert von den folgenden beiden angegeben werden:
Saldo am 31.12.2012 und der Durchschnitt des letzten Viertejahres 2012.
Wenn also am 15.12.2012 für 200.000.-- Euro Wertpapiere gekauft wurden, dann werden die 200.000.-- 2 mal berechnet. 1. weil im Durchschnitt enthalten und 2. weil im Wertpapierdepot enthalten am 31.12.
Dies wird zu Diskussionen mit der Finanzbehörde führen. Ausgang steht in den spanischen
Sternen.
    
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