Vermögensauseinandersetzung bei Scheidung - Der Zugewinnausgleich

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Familienrecht Rubrik, Zugewinn, Zugewinnausgleich, Scheidung, Zugewinngemeinschaft

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Der vorzeitige Zugewinnausgleich

Wenn die Eheleute zwar noch nicht geschieden sind, aber z.B. der Ausgleichsverpflichtete den anderen Ehegatten nicht mehr an weiteren Vermögenszuwächsen teilhaben lassen möchte, oder der Ausgleichsberechtigte sich vor illoyalen Vermögensminderungen des anderen Ehegatten schützen will, stellt sich die Frage nach einem vorzeitigen Zugewinnausgleich. Eine Klage auf Zugewinnausgleich kann unter bestimmten Voraussetzungen auch schon vor Zustellung des Scheidungsantrags erhoben werden, nämlich wenn: (alternativ)

  • die Eheleute schon seit mindestens drei Jahren getrennt leben oder

  • der andere Ehegatte seinen Unterhaltspflichten schuldhaft nicht nachkommt und dies auch für die Zukunft zu befürchten ist oder

  • die künftige Ausgleichsforderung gefährdet ist, weil entweder der andere Ehegatte ohne Zustimmung seines Ehegatten über sein (fast) gesamtes Vermögen verfügt oder weil der andere Ehegatte auf sonstige Weise sein Vermögen vermindert oder

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  • der andere Ehegatte sich grundlos beharrlich weigert, Auskunft über seinen Vermögensbestand zu geben.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Zugewinngemeinschaft
Seite  2:  Die Ermittlung des Zugewinnausgleichsanspruchs
Seite  3:  Der Einfluss der Zugewinngemeinschaft auf das Ehegattenerbrecht
Seite  4:  Korrekturen von Anfangs- und Endvermögen
Seite  5:  Die Anrechnung von Zuwendungen zwischen den Eheleuten
Seite  6:  Der vorzeitige Zugewinnausgleich
Seite  7:  Auskunftsansprüche
Seite  8:  Vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten
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