Vermögensauseinandersetzung bei Scheidung - Der Zugewinnausgleich

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Familienrecht Rubrik, Zugewinn, Zugewinnausgleich, Scheidung, Zugewinngemeinschaft

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Korrekturen von Anfangs- und Endvermögen

Wenn ein Dritter einem der Ehegatten während der Ehe etwas vererbt oder schenkt, beruht dies in der Regel nicht auf der gemeinsamen Lebensleistung der Ehegatten, sondern auf einer besonderen Beziehung des bedachten Ehegatten zum Zuwendenden. Damit diese Erwerbe nicht auch dem anderen Ehegatten vermittels des Zugewinnausgleichs zugute kommen, wird zum Anfangsvermögen des Bedachten hinzuaddiert, was dieser während der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen hat. Auf diese Weise verringert sich der Zugewinn des Bedachten wieder um den Wert der Schenkung oder des Erbes.

Auch kommt es vor, dass ein Ehegatte vor illoyaler Vermögensminderung des anderen und damit einer Minderung des eigenen Ausgleichsanspruchs geschützt werden muss. Daher ist das, was ein Ehegatte in den letzten zehn Jahren ohne sittliche Pflicht verschenkt oder verschwendet hat, dessen Endvermögen wieder hinzuzurechnen, obwohl dieser Betrag dort nicht mehr vorhanden ist.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Zugewinngemeinschaft
Seite  2:  Die Ermittlung des Zugewinnausgleichsanspruchs
Seite  3:  Der Einfluss der Zugewinngemeinschaft auf das Ehegattenerbrecht
Seite  4:  Korrekturen von Anfangs- und Endvermögen
Seite  5:  Die Anrechnung von Zuwendungen zwischen den Eheleuten
Seite  6:  Der vorzeitige Zugewinnausgleich
Seite  7:  Auskunftsansprüche
Seite  8:  Vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten