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Verlust EC Karte und BPA

3.1.2011 Thema abonnieren
 Von 
GlobalPlayer
Status:
Praktikant
(721 Beiträge, 73x hilfreich)
Verlust EC Karte und BPA

Hallo ,

ich habe vor mehreren tagen meine EC Karte und Personalausweis verloren.Evtl. sind sie auch gestohlen worden.Auf jeden Fall sind sie weg.
jedenfalls habe ich dann ne neue Karte bestellt, und beides als Verloren gemeldet.Die EC Karte habe ich schon, PIN kommt noch.

Jetzt habe ich beim Bürgeramt angerufen, dort wurde mir gesagt, es geht nur noch dieser neue Ausweis, nicht mehr der alte ( obwohl ich den neuen gar nicht haben will).

Dort wurden mir dann auch die gesalzenen Preise genannt:
Mindestens 5 Euro, aber eher mehr für ein Passbild nach Biometrischen Vorgaben, dazu der Ausweis selber 28,80 Euro.
Die Kartensperrung kostete bereits 6 Euro und die neue Karte kostet sicher auch was.

Übernimmt die ARGE davon irgendwelche Kosten oder wird da was vergünstigt?

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Wissender
(15416 Beiträge, 5931x hilfreich)

Die ArGe übernimmt nichts. Einige Gemeinden verringern oder erlassen Gebühren für Empfänger von Sozialleistungen. Danach sollten Sie konkret fragen.

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#2
 Von 
Gerd aus Berlin
Status:
Lehrling
(1443 Beiträge, 679x hilfreich)

Wenn man seinen I-Pod oder seine Schnürsenkel verliert, gibt es vom Amt für ALG II höchstens

quote:
§ 23 Abweichende Erbringung von Leistungen
(1) Kann im Einzelfall ein von den Regelleistungen umfasster und nach den Umständen unabweisbarer Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts weder durch das Vermögen nach § 12 Abs. 2 Nr. 4 noch auf andere Weise gedeckt werden, erbringt die Agentur für Arbeit bei entsprechendem Nachweis den Bedarf als Sachleistung oder als Geldleistung und gewährt dem Hilfebedürftigen ein entsprechendes Darlehen. Bei Sachleistungen wird das Darlehen in Höhe des für die Agentur für Arbeit entstandenen Anschaffungswertes gewährt. Das Darlehen wird durch monatliche Aufrechnung in Höhe von bis zu 10 vom Hundert der an den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Angehörigen jeweils zu zahlenden Regelleistung getilgt. Weitergehende Leistungen sind ausgeschlossen.

Bei Diebstahl haftet der Dieb für die Kosten, wenn er erwischt wird und verurteilt. Ansonsten bleiben dem Opfer von Verbrechen staatliche oder soziale Entschädigungen wie die vom
Weißen Ring.

Gruß aus Berlin, Gerd

PS. Das Bio-Foto kostet bei uns 5-6,- für 4 Stück, davon darf man 3 von 4 behalten für weitere Ausweise oder Privatvergnügen. Die Ausweisgebühr wird bei uns wie an vielen anderen Orten erlassen beim Bezug von ALG II.


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"I got two reasons why I cry away each lonely night,
(Mein Lieblingslied ist zu lang!)"

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#3
 Von 
GlobalPlayer
Status:
Praktikant
(721 Beiträge, 73x hilfreich)

Habe heute den Ausweis beantragt.
Gebühren wurden mir nicht erlassen.
Bei nichtzahlung wurde mir ein Ordnungswidrigkeitenverfahren angedroht...naja bin jetzt um 28,80 erleichtert.Aber ich habs ja.

Möglichkeiten das wiederzubekommen im Nachhinein gibt es nicht, oder?

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#4
 Von 
Gerd aus Berlin
Status:
Lehrling
(1443 Beiträge, 679x hilfreich)

Mit der Auswertung der letzten EVS-Verbraucher-Stichprobe für die Berechnung der neuen Regelleistung, die jetzt im Vermittlungsausschuss hängt, sollen, sollen auch die Kosten für einen Perso in die Regelleistung eingeflossen sein.

Also so 22 Cent pro Monat, so dass man sich alle zehn Jahre einen Perso leisten kann. Überprüft habe ich diese Behauptung nicht, sie kursiert im Internet.

Wenn das stimmt, dann dürften in den alten Regelsätzen keine Kosten für Persos enthalten sein. Welche Auswirkung dies haben kann, wenn man vor der Wirksamwerdung der neuen Regelleistung (ca. März, wahrscheinlich dann aber rückwirkend für 1. Januar) einen Perso beantragt bzw. bezahlen muss, muss man mal per Widerspruch und/oder Klage versuchen herauszufinden.

Falls die Perso-Gebühr erst im Januar 2011 fällig war, dürfte sich diese Frage erübrigt haben, wenn das o. g. Gerücht aus dem Internet stimmt (und die ALG II-Erhöhung rückwirkend wirkt). Dann kann es für eine Perso-Gebühr nur noch ein Darlehen nach § 23 SGB II Absatz 1 geben, wie ich oben schon schrieb.

Dann darf die Gemeinde im Grunde genommen die Gebühr gar nicht erlassen, da sie durch die Regelleistung gedeckt ist. Falls sie es aber doch tut, so wie bei Hochzeiten und Führungszeugnissen (Letzteres ist bei uns so), dann kräht sicher kein Hahn danach, höchstens ein Rechnungshof ;) .

Gruß aus Berlin, Gerd

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"I shot the sheriff,
but I did not shoot the deputy."

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#5
 Von 
quiddje
Status:
Student
(2683 Beiträge, 1464x hilfreich)

quote:
Möglichkeiten das wiederzubekommen im Nachhinein gibt es nicht, oder?
Das wurde schon beantwortet: Der Dieb ist schadenersatzpflichtig.
Also äußerst unwahrscheinlich.

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