Verkündung von Strafmaß für russischen Waffenhändler Bout Mitte März
AFP VOM 9.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 300 Aufrufe Mehr zum Thema:Waffenhändler, Bout
US-Bundesgericht in New York lehnt Berufung gegen Schuldspruch ab
Im Prozess gegen den russischen Waffenhändler Viktor Bout will ein US-Bundesgericht in New York Mitte März das Strafmaß verkünden. Richterin Shira Scheindlin habe einen Berufungsantrag der Verteidigung am Mittwoch abgelehnt und die Festsetzung der Strafe für den 12. März angekündigt, hieß es aus Kreisen des Gerichts. Bout war im November für schuldig befunden worden, den Verkauf von Waffen zur Tötung von US-Bürgern geplant zu haben. Ihm droht eine Haftstrafe von 25 Jahren bis lebenslänglich.
Der als "Händler des Todes" bekannte Bout war im Jahr 2008 in Thailand festgenommen und zwei Jahre später an die USA ausgeliefert worden. US-Agenten, die sich als Mitglieder der kolumbianischen FARC-Guerilla ausgaben, hatten ihn in Bangkok in ein fiktives Waffengeschäft verwickelt und unter anderem Raketen zum Abschuss von US-Flugzeugen verlangt. In den aufgezeichneten Verhandlungen sagte Bout, er könne die Waffen beschaffen. Seinem Anwalt zufolge täuschte der Russe den Deal jedoch vor, um den Verkauf zweier Frachtflugzeuge zu erreichen.
Bout soll eine ganze Flotte von Frachtflugzeugen unterhalten und Waffen in Krisengebiete in Afrika, Lateinamerika, den Nahen Osten und nach Asien geliefert haben. Auch in Afghanistan soll er über Jahre hinweg verschiedene Kriegsparteien mit Waffen versorgt und dabei auch islamistische Extremisten ausgerüstet haben.
Bout spricht angeblich sechs Fremdsprachen und verfügte in der Vergangenheit über verschiedene Tarnidentitäten. Sein schillerndes Leben diente als Vorlage für den Hollywood-Film "Lord of War - Händler des Todes" mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. Der Prozess in New York befasst sich nur mit den Vorwürfen im Zusammenhang mit den verdeckten US-Ermittlungen, nicht mit anderen Geschäften.
09.02.2012 - 10:00 Uhr
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