Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
470.825
Registrierte
Nutzer

Verkehrsunfall an Rechts-vor-Links Kreuzung

1.1.2009 Thema abonnieren Zum Thema: Verkehrsunfall
 Von 
astavista
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkehrsunfall an Rechts-vor-Links Kreuzung

Mir ist es leider am 27.12.08 einen Unfall passiert.
Das Ganze spielte sich in einer Tempo 30 Zone ab. Ich fuhr mit 20-30 km/h in die Kreuzung hinein. Ich hatte einen schlechten Einblick in die rechte Straße wegen den bis zur Straßenecke parkenden Autos. Des Weiteren war ich auch von der Sonne geblendet.
Da ich kein ankommendes Auto sah und auch schnell nach links schaute, fuhr ich langsam weiter. Plötzlich kam ein Auto von rechts und rammte mich- ich war bereits auf Kreuzungsmitte- vorne rechts. Der Aufprall war so stark, dass mein Auto einige Meter nach links auf dem Bürgersteig gestoßen wurde.
Der Unfallgegner musste dabei mit einer erhöhtem Geschwindigkeit, ich schätze etwa 70 km/h, gefahren sein. Hätte er sich an der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 30 km/h in der rechten Straße, so hätte ich noch problemlos bremsen können. Außerdem mit einer reduzierten Geschwindigkeit hätte er mich auch sehen können, da ich mich wie gesagt schon auf die Kreuzungsmitte befand. Normalerweise musste der Unfallgegner seine Geschwindigkeit reduzieren wegen den Autos, die ihm auch von Rechts entgegen kommen konnten.
Ich will nur fragen, wie meine Rechtslage aussieht? Habe ich eventuell eine Chance auf Teilschuld, 50-50, oder 1/3?

Verstoß melden

Unfall, Ordnungswidrigkeit oder Straftat?

Ein erfahrener Anwalt im Verkehrsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten

Nicht genau ihre Frage? Wir haben 109 weitere Fragen zum Thema
Verkehrsunfall


13 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27539 Beiträge, 8190x hilfreich)

Wenn der Unfallgegner tatsächlich 70 km/h gefahren ist, dann hast Du Chancen, dass die Schuld geteilt wird.

Aufgrund Deiner Schilderung der Unfallfolgen gehe ich jedoch davon aus, dass die Geschwindigkeit eher bei den zulässigen 30 km/h gelegen hat. Dann hättest Du jedoch aus meiner Sicht die Alleinschuld.

Die überhöhte Geschwindigkeit des Unfallgegners musst Du ggf. mit einem Gutachten beweisen. Dein subjektiver Eindruck reicht da nicht.

Gegenüber Polizei und gegnerischer Versicherung wäre ich übrigens vorsichtig mit Schilderungen, wie Du sie hier gemacht hast. Wenn Du die Angaben so gemacht hast, dann hast Du Dich selbst erheblich belastet hinsichtlich der Schuldfrage.

Schon aufgrund Deiner eigenen Aussage würde ich z.B. dahin tendieren, Dir die 70 km/h des Unfallgegners nicht zu glauben und Dir selbst eine nicht angepasste Geschwindigkeit vorzuwerfen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1646x hilfreich)

Der so genannte Verdacht des ersten Anscheins spricht gegen Dich. Du hast die Vorfahrt missachtet und trägst die Hauptschuld.

Sehr fragwürdig finde ich Deine Aussage, dass der Unfallgegner mit mindestens 70 km/h gefahren sei. Woher willst Du das wissen wenn Du ihn vorher nicht gesehen hast? Oder bist Du Unfallsachverständiger der den Unfallhergang rekonstruieren konnte?

Tatsächlich könnte den Unfallgegner hier aber eine Mitschuld treffen. Wenn er seinerseits Rechts vor Links beachten musste hätte er nur mit verminderter Geschwindigkeit in die Kreuzung einfahren dürfen. Dann wiederum wäre der Unfall für ihn möglicherweise vermeidbar gewesen.

Dennoch denke ich, dass die Hauptschuld bei Dir verbleiben wird. Eine Quote von 50:50 halte ich für unwahrscheinlich. Eher irgendwo im Bereich 60:40 bis 80:20.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
astavista
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Erst mal vielen Dank für Ihren Antworten und Tipps. Die Polizei hat aber am Unfallort keine Bremsspuren des Autos des Unfallgegners festgestellt, außerdem es ist auch der Fakt, dass obwohl ich keine große Geschwindigkeit in der Kreuzung hatte ,den Mann gar nicht mehr gesehen hatte, nicht mal mit dem Augenwinkel, sonst hätte ich kurz nach links gezogen. Deswegen vermutete ich, dass er vielleicht mit 70 gefahren ist.
Ich wohne praktisch hier in der Kreuzung seit Jahren und fahre immer nur mit etwa 20km/h.
Ich habe immer mehr den Eindruck, was ich natürlich nicht beweisen kann, dass er vielleicht den Unfall bauen wollte für die Versicherung. Denn wer fährt so wild und ohne zu bremsen und nicht mal ohne seinen eigenen Wagen im letzten Moment zu schützen, ohne Vollbremse zu machen oder nach rechts zu lenken?

Ich hörte von dem ADAC-Anwalt, dass die Versicherung keinen Gutachter zahlt, ich soll einen selber zahlen, er kostet von 200-300 € nach oben.

Ich war so enttäuscht, dass der Polizist keine Blutprobe oder Ankohltest machte, daran dachte ich später, aber man kann das nicht einfach dem Polizisten alles sagen, denke ich!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1646x hilfreich)

Diw Tatsache, dass es keine Bremsspuren gab beweist gar nichts. Das Fahrzeug könnte mit ABS ausgerüstet sein, der Fahrer könnte gebremst haben ohne dass die Räder blockierten etc.

Der Verdacht, dass der Unfallgegner den Unfall absichtlich herbeigeführt hat mag begründet sein. Die Versicherung freut sich möglicherweise auch über einen solchen Hinweis. So lange man dem Unfallgegner dies aber nicht nachweisen kann bleibt es bei einer Vermutung die zutreffen kann, aber nicht muß.

Wenn Du mit 20 km/h gefahren bist obwohl Du Vorfahrt achten musstest und obwohl die Stelle schlecht einsehbar war bist Du eindeutig und deutlich zu schnell gefahren. Mit so einer Aussage belastest Du Dich nur selbst.

Die Kosten für ein unfallanalytisches Gutachten müsstest in der Tat Du oder Deine Rechtsschutzversicherung vermutlich bezahlen. Lediglich in dem imho unwahrscheinlichen Fall, dass das Gutachten zu dem Ergebnis kommen sollte das der Unfallgegener tatsächlich unangemessen schnell gefahren sein sollte könnten die Kosten ganz oder teilweise vom Unfallgegner zu tragen sein.

Gab es denn einen Hinweis darauf, dass der Unfallgegner alkoholisiert war? Bei einem Unfall wird nicht generell bei jedem Unfallbeteiligten ein Alkoholtest gemacht. Nur dann wenn der Polizist einen hinreichenden Verdacht hat. Den hatte er offensichtlich weder bei Dir noch bei Deinem Unfallgegner. Zudem ist der Vortest freiwillig. Nur bei konkretem Tatverdacht kann die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft und Richter eine Blutentnahme anordnen. Deine Bitte beim Unfallgegner einen Alkoholtest durchzuführen hätte also nichts bewirkt solange die Polizisten keinen hinreichenden Tatverdacht haben. Hätten sie einen gehabt dann hätten sie den Alkotest auch ohne Dein Bitten durchgeführt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
guest123-2145
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 12x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
sammy1
Status:
Praktikant
(753 Beiträge, 132x hilfreich)

Hallo!
Wenn du schon mittig in der Kreuzung warst,hat sich der Gegner die Vorfahrt
ERZWUNGEN plus überhöhter Geschwindigkeit wird es für dich gut ausgehen
oder vielleicht 20-80%.Es kommt viel darauf an,wie die Justiz gelaunt ist.

Gruss Sammy1

-----------------
"TUE Recht und scheue NIEMAND "

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
astavista
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Polizei hat mich einen Tag nach dem Unfall angerufen, um mich einige Daten zu fragen. Sie sagten auch, dass sie keine Bremsspuren festgestellt haben und sie werden es in den Bericht schreiben. Ich denke, wäre es ein ABS- Auto, hätte er das schon erwähnt.
Über die Alkoholtest und Blutprobe haben Sie bestimmt Recht.
Die andere Idee von sammy mit dem "Vorfahrt erzwungen" finde ich gar nicht so schlecht, nur wer kann das für mich beweisen? Man braucht dafür einen sehr guten Anwalt, dafür bin ich mir sehr sicher. Ob man auch einen gut gelaunten Richter hat, das ist schon zweite Sache.

gruß

astavista

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1646x hilfreich)

quote:
Die andere Idee von sammy mit dem "Vorfahrt erzwungen" finde ich gar nicht so schlecht[/quote} Ist schon klar. Sollte man aber nicht überbewerten. Nichtsdestotrotz hatte er Vorfahrt. Der Beitrag von Sammy ist imho wenig hilfreich :(

Zitat:
nur wer kann das für mich beweisen?
damit sind wir beim nächsten Problem. Es gibt offensichtlich keine unabhängigen Zeugen. Klarheit könnte, wenn überhaupt, nur ein unfallanalytisches Gutachten bringen. Das Kostenrisiko dafür trägst Du.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27539 Beiträge, 8190x hilfreich)

Um das noch einmal klar zu machen:

Wenn der Unfallgegner tatsächlich, wie Du glaubst, Dir mit ca. 70km/h ungebremst in die Seite gefahren wäre, dann würdest Du jetzt hier nicht nach einem Strohhalm suchen für eine Teilschuld des Unfallgegners, sondern wahrscheinlich schwer verletzt im Krankenhaus liegen und gar nicht in der Lage sein, Fragen in Foren zu stellen. Die Gefahr, bei einem Seitenaufprall mit 70km/h tödliche Verletzungen zu erleiden, ist durchaus hoch.

Der Umstand, dass Du offensichtlich unverletzt geblieben bist, spricht aus meiner Sicht für eine Aufprallgeschwindigkeit von unter 20km/h. Dazu passt auch, dass Dein Auto um mehrere Meter versetzt wurde, sich aber nicht überschlagen hat.

Von überhöhter Geschwindigkeit oder erzwungener Vorfahrt durch den Unfallgegner kann aus meiner Sicht nach Deiner bisherigen Schilderung nicht ausgegangen werden. Daher greift die Antwort von sammy1 auch nicht.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
guest-12319.01.2009 20:01:00
Status:
Schüler
(173 Beiträge, 59x hilfreich)

*** Die Polizei hat mich einen Tag nach dem Unfall angerufen, um mich einige Daten zu fragen. Sie sagten auch, dass sie keine Bremsspuren festgestellt haben und sie werden es in den Bericht schreiben. ***

Ist das irgendwie üblich, dass die Polizei anruft um einen Bericht über nen Autocrash mit Blechschaden zu vervollständigen? Was wollten sie denn eigentlich wissen?

die_wurzel

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1646x hilfreich)

quote:
Ist das irgendwie üblich, dass die Polizei anruft um einen Bericht über nen Autocrash mit Blechschaden zu vervollständigen? Was wollten sie denn eigentlich wissen?
Üblich nicht unbedingt, aber auch nicht ungewöhnlich. Ich hatte auch schon einmal einen solchen Anruf nach einem unverschuldeten VU.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
astavista
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo an die Runde,

der Polizist wollte erst mal wissen, ob ich gerade da stand, auf der Bürgersteig, mit meinem Wagen, denn er hätte gedacht, dass ich das Auto dort hin gefahren hätte von der Mitte der Straße. Nur so, als Info,ich habe die Tage mit dem Fuß selber gemessen, es sind etwa 8m - 9m zwischen der Stelle wo mein Auto lag und das andere stehen geblieben ist. Ich sagte ihm, dass ich jemaden als Zeugin hatte und gab ihm Name und Adresse an, sie hat mir geholfen raus aus dem Auto zu kommen.
Ich würde sagen, immer mehr ich zurück denke, dass ich Glück hatte, dass meine Frau nicht dabei war, denn rechts war es ihr Sitz und da hat der Typ geknallt. Oder dass keiner Mensch auf dem Bürgersteig war!
Mir sagte auch ein Beobachter, der mich kennt und in dem Blockhaus gegenüber wohnt, dass er dass Auto des Gegners sah, wie er in der Kreuzung fuhr, er musste mindestens 70 km/h gehabt haben , sagte er. Er sah aber nicht die Kollision, hörte nur den Knall.
Es macht mir irgendwie Mut, dass heißt, dass ich vielleicht doch Recht habe, aber ich müsste erst beweisen, und ich weiß nicht, ob die Versicherung zahlt.

Gruß

astavista

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6011 Beiträge, 1646x hilfreich)

Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole fasse ich mal zusammen:

quote:
Ich fuhr mit 20-30 km/h in die Kreuzung hinein. Ich hatte einen schlechten Einblick in die rechte Straße wegen den bis zur Straßenecke parkenden Autos. Des Weiteren war ich auch von der Sonne geblendet.
Du warst zu schnell und hättest dei Vorfahrt des von Rechts kommenden Fahrzeugs beachten müssen. Das war Dir aufgrund Deiner Geschwindigkeit und insbesondere der Sichtbehinderung nicht möglich. Egal wie schnell der andere war, er hatte Vorfahrt. Da beißt keine Maus den Faden ab.

quote:
Hätte er sich an der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 30 km/h in der rechten Straße, so hätte ich noch problemlos bremsen können.
Egal wie schnell er war. Du hättest Dich aufgrund der Sichtbehinderung in die Kreuzung hineintasten müssen. Mit 20-30 km/h (Deine eigene Aussage) warst Du zu schnell und hast Deine Geschwindigkeit nicht den Sichtbedingungen angepasst.

quote:
Außerdem mit einer reduzierten Geschwindigkeit hätte er mich auch sehen können
Er war Dir gegenüber vorfahrtberechtigt. Es wäre Deine Pflicht gewesen ihn zu sehen und nicht umgekehrt.

quote:
Die Polizei hat aber am Unfallort keine Bremsspuren des Autos des Unfallgegners festgestellt
Ist unwichtig. Nicht immer sind Bremsspuren feststellbar. Möglicherweise warst Du für ihn zu spät zu erkennen als das er noch hätte reagieren können.

quote:
außerdem es ist auch der Fakt, dass obwohl ich keine große Geschwindigkeit in der Kreuzung hatte
Doch die hattest Du. Ich erinnere an Deine eigene Angabe wonach Du 20-30 km/h schnell gefahren bist. Das ist zuviel um, insbesondere bei erschwerten Sichtbedingungen, die Vorfahrt anderer gewähren zu können.

quote:
den Mann gar nicht mehr gesehen hatte, nicht mal mit dem Augenwinkel, sonst hätte ich kurz nach links gezogen. Deswegen vermutete ich, dass er vielleicht mit 70 gefahren ist.
Du hast ihn nicht gesehen, schätzt seine Geschwindigkeit aber auf 70 km/h. Wie kannst Du seine Geschwindigkeit schätzen wenn Du ihn nicht gesehen hast?

Und nun noch zu den Fakten: Wenn der Unfallgegner mit 70 km/h ungebremst in Deinen Wagen reingefahren wäre, dann wäre Dein Wagen nicht schon nach 8-9 Metern zum Stehen gekommen. Nun hast Du die Geschwindigkeit Deines Unfallgegners, den Du nicht gesehen hast, auf 70 km/h geschätzt. Plötzlich taucht ein Bekannter von Dir auf. Der sagt, dass er den Wagen gesehen hat und seine Geschwindigkeit (zufällig) auch auf 70 km/h schätzt. Den Zusammenstoß hat er aber merkwürdigerweise nicht gesehen sondern nur gehört. Weiß Du was ich glaube? Ich glaube das es sich dabei um eine Gefälligkeitsaussage handelt. Jedenfalls halte ich sie für unglaubwürdig. Ich bitte schon jetzt um Entschuldigung falls ich damit falsch liegen sollte. Aber so stellt sich das mir momentan dar. Sollte ich richtig liegen dann könnt ihr euch beide strafbar machen. Jedenfalls dann wenn die Sache vor Gericht gehen sollte und die Aussagen dort so wiederholt werden. Dein Kumpel als Zeuge wegen einer Falschaussage mit oder ohne Eid. Du wegen Anstiftung zur Falschaussage. Das ist die Sache nun wirklich nicht wert.

Du wirst aus dieser Angelegenheit nicht ungeschoren davonkommen. Der Vorfahrtverstoß liegt nunmal auf der Hand. Möglicherweise trifft Deinen Unfallgegner tatsächlich eine Mitschuld. Diese könnte sogar nachweisbar sein wenn Du Dich an die Fakten hältst. Auch er hätte seinerseits Rechts vor Links beachten müssen. Sofern die Fahrbahn des ihm gegenüber vorfahrtberechtigten Verkehrs für ihn nicht extrem gut einsehbar gewesen ist hätte auch er sich nur langsam an die Kreuzung bzw. in diese hineintasten dürfen. Dann hätte es Dein Fahrzeug auch nicht 9-9 Meter versetzt. Auf diesem Weg wäre evtl. etwas für Dich zu holen. Von den 70 km/h solltest Du Dich aber verabschieden, weil sie nicht nur unglaubwürdig klingen, sondern auch eher unrealistisch sind. Bleib bei den Fakten und laß die Finger von der Beeinflussung angeblicher oder tatsächlicher Zeugen. Damit tust Du Dir keinen Gefallen, und Deinem Kumpel auch nicht.

-- Editiert von Freudenfeuer am 08.01.2009 22:28

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Geblitzt - was droht?
Die Antworten findet ihr hier:


Geblitzt?

Mit diesem legalen Trick umgehen Sie das Bußgeld und Fahrverbot! / Ich werde Ihnen in diesem Artikel verraten, wie Sie in einer häufig vorkommenden Konstellation ... mehr

Wurden Sie schon wieder geblitzt, weil sie zu schnell gefahren sind?

Tipps rund um Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid! / Die meisten Autofahrer werden diese Frage wohl mit ja beantworten müssen. Die Geschwindigkeitsmessungen haben ... mehr

Geblitzt - was können Betroffene tun?

von Rechtsanwältin Stefanie Helzel
Sie wurden geblitzt, weil Sie zu schnell gefahren sind oder einen Rotlichtverstoß begangen haben? / Erster Rat: Sagen Sie nichts – machen Sie zu der Sache selber keine Angaben! ... mehr

Geblitzt – ist der Führerschein nun weg?

Blitzermarathon, Starenkästen, Radarfallen – Geschwindigkeitsüberwachungen sind im Straßenverkehr an der Tagesordnung. Schnell ist es passiert und man wurde geblitzt. Droht ein Fahrverbot? / 123recht.net hat bei Rechtsanwalt Frank Preidel aus Hannover nachgefragt, wo geblitzt werden darf... mehr