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Verkäufer liefert nicht/meldet sich nicht

22.3.2002 Thema abonnieren Zum Thema: liefert
 Von 
Stephan_S
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkäufer liefert nicht/meldet sich nicht

Hallo,

habe einen PDA ersteigert (400€), Kontakt zum Verkäufer aufgenommen, dieser meldet sich auch, Geld überwiesen, gewartet, nachgefragt, Verkäufer sagt.... geht heute auf die Post und das wars dann. Nach weiteren 4 Tagen nichts, keine Reaktion auf email mit Forderung nach Beweis für den Versand oder Rücküberweisung des Geldes.
Was kann/sollte ich tun? Wo finde ich einen fähigen Anwalt?

Danke für die Hilfe

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liefert


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 81x hilfreich)

Zunächsteinmal sollte an den Verkäufer ein anwaltl. Mahnschreiben abgesandt werden, da er auf Ihre privaten Mahnungen (eMail) nicht reagiert. Vorausgesetzt der Schuldner stammt aus Deutschland, wäre nach fruchtlosem Fristablauf daran zu denken, den Erlaß eines Mahnbescheides zu beantragen.
Parallel besteht die Möglichkeit Strafanzeige wegen Betruges zu erstatten. Immerhin besteht der Anfangsverdacht, daß der Verkäufer nie ernsthaft vorhatte an Sie zu liefern, anderenfalls hätte er Ihnen Ihr Geld ohne weiteres erstatten können.

In jedem Fall sollten Sie mit Screenshots u. ä. vorhandene Beweise sichern!

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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#2
 Von 
Silke S.
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Also, ich bin auch ein Käufer bzw. Verkäufer bei ebay. Wenn ich irgendetwas gekauft habe und es wird nicht geliefert, frage ich natürlich erst einmal nach. Kommt nach ca. 1 Woche immer noch keine Lieferung, wende ich mich an Ebay. Emailadresse müsstest Du ja haben. eBay schreibt den Verkäufer dann an mit der Bitte, den Kaufvertrag zu erfüllen. Sollte der Verkäufer der Aufforderung nicht nachkommen, bekommt der Verkäufer von Ebay eine Anzeige wegen Betruges.
Schreibe den Verkäufer noch einmal an und sage ihm, daß Du Dich jetzt an Ebay wendest. Meistens melden die Verkäufer sich dann, aus Angst vor einer Anzeige. Versuchs doch mal.
Gruß
Silke

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#3
 Von 
Silke S.
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 1x hilfreich)

Also, ich bin auch ein Käufer bzw. Verkäufer bei ebay. Wenn ich irgendetwas gekauft habe und es wird nicht geliefert, frage ich natürlich erst einmal nach. Kommt nach ca. 1 Woche immer noch keine Lieferung, wende ich mich an Ebay. Emailadresse müsstest Du ja haben. Ebay schreibt den Verkäufer dann an mit der Bitte, den Kaufvertrag zu erfüllen. Sollte der Verkäufer der Aufforderung nicht nachkommen, bekommt der Verkäufer von Ebay eine Anzeige wegen Betruges.
Schreibe den Verkäufer noch einmal an und sage ihm, daß Du Dich jetzt an Ebay wendest. Meistens melden die Verkäufer sich dann, aus Angst vor einer Anzeige. Versuchs doch mal.
Gruß
Silke

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#4
 Von 
kyriana
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2002/04/10/ak-wi-wi-449872.html


unter dieser adresse gibts zu dem thema einiges nachzulesen...

grüsse von kyriana

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#5
 Von 
Petra P.
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
also, der Tip, sich an Ebay selbst zu wenden, kann man sich sparen.Ich habe zur Zeit das selbe Problem. Ware bezahlt, aber nicht bekommen.Verkäufer mehrmals angeschrieben,gemahnt. Resultat: er hat mir gedroht, mich wegen Betrugs anzuzeigen, falls ich ihm eine negative Bewertung gebe.Bin nicht der einzige, mit dem er die Masche abzieht.Kann man in seinen Bewertungen schön nachlesen.Habe mich an ebay gewendet. Die wollten ihn überprüfen, verwarnen, eventuell sperren.Was ist rausgekommen?Die haben mir geraten, mich doch noch mal mit ihm in Verbindung zu setzen.Eventuell telefonisch.Da ließe sich Vieles besser klären.Die verwarnen und sperren den deshalb nicht, weil er ihnen wahrscheinlich genug Kohle reinbringt.Ich frage mich, wofür die ihre Richtlinien haben.

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#6
 Von 
Petra P.
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Oh, was ich noch vergessen habe. Der Verkäufer erzählte uns dauernd, er hätte uns die Ware ja ersetzt, aber mit unserer negativen Bewertung, die wir abgegeben hätten, hätten wir das "verspielt". Und das er uns anzeigen könne, weil unsere Bewertung geschäftsschädigend sei, "das sollten wir uns auf die Backe schreiben"(so sein genauer Wortlaut). Mittlerweile haben wir weitere 6 ebayer ausfinding gemacht, bei denen er genauso geschäftstüchtig war. Da kommen so Sprüche wie: "Mach Matzelaugen auf", "Kauf im Kaufhaus, aber nicht mehr bei mir". Der Typ sitzt auf einem verdammt hohen Ross, beruft sich auf seine Versandbedingungen und lacht sich wahrscheinlich in den Sack. Wir würden die Angelegenheit gerne einem Anwalt übergeben, aber nur, wenn wir im Vorfeld wüssten, das da was bei rumkommt.

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#7
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(920 Beiträge, 198x hilfreich)

Seine Drohung, dich wegen Betrugs anzuzeigen, ist nicht nur albern, sondern auch völlig verfehlt. Dreiste Ebayer machen das gerne mal, da sie so die "Gegenseite" abschrecken wollen.
Da der Betrag ja nicht gerade klein ist, solltest Du Dir tatsächlich einen Anwalt suchen, der mal richtig Druck macht.
Kann man ansonsten nicht seine Ansprüche an Ebay abtreten, und die setzen diese dann eigenständig durch? Ich meine, mal so etwas gehört zu haben...

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#8
 Von 
kyriana
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

hier nochmal das aktuellste zum nachlesen !!!!!


Vorsicht bei Vorkasse

In den USA stehen Online-Auktionen an der Spitze der Internet-Betrugsfälle / Käufer können sich schützen

Maurice Shahd

Online-Auktionen bleiben eine Spielwiese für Betrüger. Auf Auktionen im Web entfallen 43 Prozent aller Betrugsfälle im Internet, heißt es in einer Untersuchung der amerikanischen Beschwerdestelle für Internet-Kriminalität (IFCC), die zusammen mit der US-Bundespolizei FBI erstellt wurde. Bei rund 20 Prozent der Fälle werden Waren nicht geliefert oder nicht bezahlt. Zurückgegangen ist nach Angaben des IFCC der Kreditkartenbetrug im Internet, der nicht mehr zu den fünf häufigsten Betrugsarten gehört. Auf der Webseite der Beschwerdestelle können sich die Opfer von Internet-Kriminalität melden und ihren Fall schildern. Davon machten die US-Bürger im vergangenen Jahr fast 50 000 mal Gebrauch.

Auch in Deutschland gibt es immer wieder spektakuläre Fälle im Zusammenhang mit Online-Auktionen. Dabei ist die Masche immer gleich: Der Betrüger bietet möglichst viele Artikel im Web an, macht aber Vorkasse zur Bedingung. Das heißt, der Käufer erhält die Ware erst, wenn er sie bereits bezahlt hat. Besonders dreist trieb es im Januar ein arbeitsloser Unternehmer aus Salzgitter, der rund 4000 Artikel im Wert von über 500 000 Euro beim Internet-Auktionshaus Ebay zum Verkauf oder zur Versteigerung anbot. Der Betrüger dachte aber nicht daran, die Waren zu liefern. Die Käufer warteten vergeblich, informierten aber umgehend Ebay und warnten andere Interessenten mit negativen Bewertungen des Anbieters. Schließlich wurde der Anbieter gesperrt, und die Polizei konnte die Konten des Betrügers einfrieren. Bis dahin hatte er sich bereits von über 1000 Gutgläubigen rund 70 000 Euro erschlichen.

"Bei Online-Auktionen haben schwarze Schafe leichtes Spiel, wenn die Käufer leichtsinnig sind", sagt Carola Elbrecht, Multimedia-Expertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen. "Die meisten Auktionshäuser bieten Schutzmechanismen, die aber auch genutzt werden müssen." So können sich bei Ebay oder Ricardo Käufer und Verkäufer nach einer Transaktion gegenseitig bewerten. Andere Nutzer bekommen damit einen Eindruck davon, wie zuverlässig die jeweilige Person ist. "Diese Bewertungen sind aber leicht manipulierbar", warnt Elbrecht. Wirklich sicher gehen können Internet-Nutzer nur, wenn sie einen so genannten Treuhandservice in Anspruch nehmen. Dabei wird das Geld für das Schnäppchen zunächst auf ein Treuhandkonto überwiesen. Der Käufer kann die Ware dann zwei Tage lang testen und zahlt erst dann. Allerdings ist dieser Service nicht kostenlos. Bei Ebay beginnen die Gebühren bei zwei Euro bei einem Auktionsbetrag bis 100 Euro. Bei Auktionsbeträgen von 25 000 bis 50 000 Euro werden 70 Euro fällig. Dabei können sich Verkäufer und Käufer die Kosten teilen. "Leider werden diese Sicherheitsleistungen nur von wenigen Kunden voll ausgeschöpft", sagt Ebay-Sprecherin Maike Fuest. Viele Kunden reagierten erst, wenn bereits etwas passiert sei.

Da spektakuläre Betrugsfälle das Geschäft der Online-Auktionshäuser beeinträchtigen, wird das Thema Sicherheit bei Ebay, Ricardo und Co. inzwischen groß geschrieben. Neben Bewertungen, Treuhandservice und Versicherungen hält Ebay allein 17 Tipps bereit, wie sich ein Käufer vor, während und nach der Auktion verhalten sollte. Das reicht von der genauen Überprüfung des Fotos eines Artikels bis zur Dokumentation des Kaufprozesses. Eine Menge Lesestoff, der nur einem Ziel dient: "Käufer und Verkäufer sollten sich der Gefahren bewusst sein, die im Internet lauern und genauso umsichtig handeln wie im wirklichen Leben", so Ebay-Sprecherin Fuest.

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#9
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 81x hilfreich)

Ich habe gerade einen Fall, wo ein Verkäufer einen PC für 2.300 € an Mandanten bei Ebay versteigert hat. Auf die Anregung des Mandanten, die Versendung per Nachnahme vorzunehmen, erwiderte der Verkäufer, daß eine voherige Überweisunge "aufgrund schlechter Erfahrungen" erforderlich sei. Also wurde auf das Konto des vermeintlichen Partners des Verkäufers überwiesen.
Dreister Weise erfolgte sogar noch eine Eingangsbestätigung der Zahlung und Absendemitteilung.

Danach brach der Kontakt zum Veräufer ab. Der Verkäufer wurde mittlerweile von Ebay gesperrt, weshalb er dennoch unter neuem Namen auftauchen kann.
Unsere Ermittlungen ergaben, daß weder der Verkäufer, noch der vermeintliche Partner in der angegebenen Stadt existieren. Die Bankverbindung stammt aus dem deutschen Grenzgebiet zu Polen. Da die eMail-Adresse bei @wp.pl, einem Netzbetreiber Wirtualna in Polen (Polska) gehostet ist, gehen wir mittlerweile davon aus, einem aus Polen organisierten Betrug aufgesessen zu sein.
Entsprechend haben wir bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafantrag gegen Unbekannt und den Kontoinhaber gestellt, um zumindest den Mittelsmann in Deutschland zu ermitteln und die Schadensersatzansprüche eventuell noch durchsetzen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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#10
 Von 
Petra P.
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Ach, ich muß noch was loswerden. Der tolle Typ auf den wir bei Ebay reingefallen sind, und auf dessen Ware wir immer noch warten, hat ja auch andere ebayer auf's Kreuz gelegt.Wir sind alle dem Rat von ebay selbst gefolgt, und haben uns freundlicherweise mit dieser Figur per e-mail in Verbindung gesetzt.Den besten Spruch, den er ( per e-mail )bei uns allen losgelassen hat, war: "Schade, das man einen Stinkefinger nicht mailen kann." und:"Ich bin ein Mann(!). Aber so blöd, wie Du Dich anhörst, bist Du wahrscheinlich blond, Friseuse und hast 'nen Freund, der Manni heißt und 'nen Manta fährt."
Da fällt mir nur ein: "Danke, ebay,danke für Deine Richtlinien und Deine Hilfe, solchen Höhenflüglern nicht das Handwerk zu legen.

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#11
 Von 
Peter Trautmann
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

wenn der Verkäufer E-Mails verschickt und nicht über wahnsinnig gute Computerkenntnisse verfügt, dürfte es möglich sein, ihn über eine Betrugsanzeige bei der Polizei ausfindig zu machen.
Die E_mails sollte im Original bei den jeweils Geschädigten vorhanden sein.
Diese werden dann gesichert und entsprechend kann der Übertäter verfolgt werden.
Sonst müsste dieser auch über Ebay durch die Polizei zu ermitteln sein.

mfg

Peter Trautmann

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#12
 Von 
Karina_Blank
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

Ich habe auch etwas ersteigert fuer 1000 Euro.
Das Problem ist, der Verkaeufer ist aus den USA.
Nach der Kontakaufnahme, Ueberweisung hat er sich nie wieder gemeldet und auf meine Nachfragen nicht geantwortet.

Kann ich trotzdem irgendwelche Schritte einleiten?

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