Verbraucherschützer haben Bahn-Chef Rüdiger Grube wegen der Hitzepannen in ICE-Zügen angezeigt. Es müsse geklärt werden, ob die Fahrgäste von der Deutschen Bahn ausreichend über den Ausfall der Klimaanlagen informiert worden seien, sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Gerd Billen, den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".
Der vzbv habe Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung gestellt, sagte Verbraucherschützer Billen. "Die ein oder andere Familie wäre vielleicht nicht in den ICE eingestiegen, wenn sie gewusst hätte, dass die Klimaanlage nicht funktioniert". Bahn-Kunden hätten ein Recht auf frühzeitige Information bei so gravierenden Problemen wie dem Ausfall einer Klimaanlage.
Der Bahn machen die derzeit hochsommerlichen Temperaturen bei Teilen ihrer ICE-Flotte Probleme: Die Klimaanlagen in ICE-2-Zügen sind nur für Temperaturen bis 32 Grad Celsius ausgelegt. Zu den Ausfällen führte offenbar, dass die Anlagen angesichts der Hitze zu lange unter Volllast liefen. Teils herrschten deswegen in Zügen extreme Temperaturen. Eine Reihe von Fahrgästen musste dehydriert von Ärzten behandelt werden und fallweise auch ins Krankenhaus gebracht werden.
22. Juli 2010 - 16.42 Uhr
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