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Veröffentlichung von Bhutto-Bericht verzögert sich erneut

AFP VOM 31.3.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 575 Aufrufe
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Bhutto, Mord

UN-Generalsekretär Ban gibt Drängen Pakistans nach

Auf Drängen Pakistans hat die UNO die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zur Ermordung von Ex-Ministerpräsidentin Benazir Bhutto erneut verschoben. Kurz vor der für Mittwoch geplanten Übergabe des Abschlussberichts an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kam dieser der dringenden Bitte des pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari nach, das Dokument erst am 15. April publik zu machen, wie UN-Sprecher Martin Nesirky vor Journalisten in New York sagte. Der Grund für die pakistanische Anfrage wurde nicht bekannt. Am Dienstag hatten alle UN-Büros in Pakistan aus Angst vor gewalttätigen Reaktionen auf den Bericht geschlossen.

Am 27. Dezember 2007 hatte ein Selbstmordattentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi nahe Islamabad zunächst auf Bhutto geschossen und sich dann in die Luft gesprengt. Der damalige Präsident Pervez Musharraf hatte den Mord an seiner erbitterten Rivalin dem mittlerweile gestorbenen pakistanischen Taliban-Führer Baitullah Mehsud angelastet. Bhuttos Witwer Zardari, der Musharraf später ablöste, äußerte hingegen den Verdacht, der Mord an seiner Frau sei von pakistanischen Führungskreisen in Auftrag gegeben worden.

Die UN-Kommission soll lediglich die Umstände und den Hergang des Anschlags beleuchten, die Klärung der strafrechtlichen Verantwortlichkeiten obliegt den pakistanischen Behörden. Die Frist für die Abgabe des Abschlussberichts war bereits Ende vergangenen Jahres um drei Monate auf den 31. März 2010 verschoben worden. Angesichts der "Fülle der Informationen" und der noch ausstehenden Analysearbeit habe die Untersuchungskommission um mehr Zeit gebeten, hieß es.

31. März 2010 - 07.19 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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