VIP Medienfonds 3 und VIP Medienfonds 4 – Schadenersatz- Verjährung droht zum Jahresende

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Anleger müssen umgehend handeln

VIP Medienfonds 3 und VIP Medienfonds 4 – Schadenersatz- Verjährung droht zum Jahresende

Rechtsanwalt Tawil informiert: Unter anderem von der Commerzbank und Hypovereinsbank vermittelt, haben zahlreiche Anleger Anteile am Film & Entertainment VIP Medienfonds 3 und am Film & Entertainment VIP Medienfonds 4 gezeichnet.

Da diese Fonds Verluste eingefahren haben, stellt sich für Anleger die Frage, ob sie sich von diesen Beteiligungen noch ohne Verluste lösen können.

Möglich ist das, wenn der Anleger aufgrund fehlerhafter Beratung Schadensersatzansprüche gegen die Bank oder den Vermittler haben. In der Vergangenheit haben bereits Schadensersatzprozesse wegen der VIP 3- und VIP 4-Fonds stattgefunden, weswegen es für Anleger nahe liegt, die Umstände der eigenen Fondszeichnung / Beratung rechtskundig überprüfen zu lassen.

In Bezug auf die VIP 3- und VIP 4-Fonds sollten sich Anleger fragen, ob Sie von ihrem Anlageberater auf „Kick-Back“-Zahlungen hingewiesen worden sind, die bei diesen Fonds flossen. Wenn eine Bank einen Kunden über Kapitalanlagen berät und Fondsanteile empfiehlt, bei denen sie verdeckte Rückvergütungen aus den Ausgabeaufschlägen und Verwaltungsgebühren erhält, muss sie den Kunden über diese Rückvergütungen aufklären. Nur so kann der Anleger beurteilen, ob die Anlageempfehlung, allein im Anlegerinteresse nach den Kriterien anleger- und objektgerechter Beratung erfolgt ist, oder im Interesse der Bank, um möglichst hohe Rückvergütungen zu erhalten. Versäumnisse können nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 19.12.2006 einen Schadensersatzanspruch des Anlegers begründen. Sollte diese Offenlegung zwar erfolgt sein, aber zu spät (z.B. Prospektübergabe erst bei Zeichnung), kann dies ebenfalls einen Schadensersatzanspruch auslösen.

Ebenfalls Raum für einen Schadensersatzanspruch besteht, wenn der Berater dem Anleger der VIP 3- bzw. VIP 4-Fonds versprochen hat, dass es bei den Fondsanteilen kein Verlustrisiko gebe, da das eingesetzte Kapital durch eine Garantie z.B. der Hypo Vereinsbank AG abgesichert wäre.

Schließlich steht hinsichtlich der VIP 3- und VIP 4-Fonds die Frage offen, ob Anleger Schadensersatzansprüche haben, weil die Berater den Fondprospekt gegebenenfalls nicht hinreichend auf dessen Plausibilität geprüft haben.

Den Anlegern ist es daher empfohlen, sich Rat von einem Rechtsanwalt einzuholen. Es ist allerdings Eile geboten, denn die Ansprüche der Anleger drohen mit dem Ablauf des Jahres zu verjähren. Verjährungshemmende Maßnahmen müssten noch dieses Jahr eingeleitet werden, wenn die Anspruchsdurchsetzung Aussicht auf Erfolg haben soll. In vielen Rechtsschutzversicherungen sind Streitfälle aus dem Kauf von Geldanlagen mitversichert. Die Versicherung trägt dann die Anwalts- und Gerichtskosten.

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