Und wir haben es immer gewusst!

Mehr zum Thema:

Alles was Recht ist Rubrik, Berufskrankheit, Südkorea, Seoul

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Arbeit macht krank

Malochen kann tödlich sein, sollte es aber nicht. Das entschied ein Gericht in Südkoreas Hauptstadt Seoul am Mittwoch und sprach der Familie eines Verstorbenen einen Schadenersatz zu. Vorausgegangen war die Klage der Angehörigen des Werbedirektors einer Tageszeitung, der an Leberkrebs verstorben war. Die Arbeit habe ihn zum Alkoholiker gemacht, hatte seine Familie vorgetragen.

Alkoholiker - aber nicht wie man denken mag. Der Mann wurde nicht aus Frust über seinen etwa miesen, aussichtlosen, unterbezahlten Job in den Alkoholismus getrieben. Vielmehr verlangte die Pflege der Geschäftsbeziehungen seines Arbeitgebers den vollen Einsatz seiner Leber.

Als Werbedirektor kümmerte er sich um die Anzeigengeschäfte der Zeitung. Als die Geschäfte schlechter gingen, mussten die Kunden bei Laune gehalten werden. Fünf Tage die Woche wurde der Familienvater zu Besäufnissen mit den Kunden beordert und musste am nächsten Morgen wieder pünktlich im Büro antanzen.

Das hat ihn dann irgendwann gekillt. Offen ist jedoch nach wie vor die Höhe der Schadenersatzzahlung. Dennoch ist dieses Urteil die finale Offenbarung für alle Montagshasser, schließlich haben sie es immer gewusst: Wer arbeitet, bekommt eine erstklassige Aussicht auf die Unterseite von Radieschen.

Quelle: yahoo.de

Diskutieren Sie diesen Artikel