>Unberechtigte Abfrage von Kennzeichen
Hallo,
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außer, daß Sie mich sofort duzen
Daran wirst DU dich gewöhnen müssen, das ist in Internetforen üblich.
Aber zum Thema: Ich bin ja voll bei dir, wenn es um mehr Datenschutz gerade bei Behörden (oder beim Staat insgesamt) geht; dazu müssen aber erst zahlreiche Gesetze geändert/eingeführt werden. Leider geht der Staat aktuell genau den gegenteiligen Weg.
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Dann benennen Sie die doch einfach bitte kurz
Beispielsweise:
1. Ein Bürger hat einen Unfallflüchtigen gesehen, kann sich aber nur noch an Fragmente des Kennzeichens erinnern und daran, dass es ein VW Golf war. Nun werden alle möglichen Kennzeichen abgefragt und die Nichtgolfs aussortiert (da war deiner dann dabei).
2. Ein Fahrzeug wie deines steht auf der Fahndungsliste (Schwerverbrecher XY gesucht, ist flüchtig in einem Sportwagen XY). Nun hat man dich gesehen und muss überprüfen, ob etwa das Kennzeichen gefälscht ist, das Fahrzeug als gestohlen gemeldet ist etc.
3. Ein fieser Nachbar hat dich angezeigt, weil du dir - seiner Meinung nach - niemals ein solch' teures Auto leisten kannst. Nun könnte die Polizei den Vorbesitzer dazu befragen.
4. Jemand will gesehen haben, dass aus deinem Fahrzeug heraus Drogen verkauft wurden (die Ermittlungen laufen natürlich noch, du erfährst davon erst beim Zugriff;-).
5. Jemand ist bei einer einfachen Fahrzeugkontrolle vor der Polizei geflüchtet. Um jetzt eine wilde Verfolgungsjagd durch die halbe Stadt zu vermeiden, geht die Polizei den logischen Weg und fragt anhand des Kennzeichens die Wohnadresse ab (weil dorthin wird der Fahrer wahrscheinlich fahren, zumindest irgendwann einmal). Leider hat sich aber ein Zahlendreher eingeschlichen, daher wurde fälschlicherweise dein Kennzeichen abgefragt (wurde natürlich sofort bemerkt, denn der flüchtige Wagen war ja wieder ein stinknormaler Golf).
Fazit: Bevor man nicht weiß, warum und von wem es die Anfragen gab, kann man auch nicht sagen, ob es legal war oder nicht.
Und jetzt bitte keine Diskussion, ob meine Beispiele alle so korrekt waren oder ob es andere/bessere Möglichkeiten gäbe, es dürfte jedenfalls abgefragt werden.
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dann ja "Karl Müller" eingeben
Nee, genauso wenig wie du dich bei deiner Bank mit Phantasiedaten einloggen kannst, kann das ein Verwaltungsangestellter in seinem Intranet.
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Finde ich auch nicht gut, denn dann kann ja ein nicht so beflissener Amtmann/Frau die Daten auch an Autodiebe verkaufen.
Erstmal würde das ziemlich schnell auffliegen, die Ermittlungsbehörden sind ja nicht blöd. Und zweitens gibt es dafür doch mittlerweile Alternativen (ohne Mitwisser!), etwa Google-StreetView.
MfG Stefan
von reckoner am 15.05.2012 11:22
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