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Unangefordertes Praktikumszeugnis

6.10.2017 Thema abonnieren
 Von 
fb475927-15
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Unangefordertes Praktikumszeugnis

Hallo, ich habe im Rahmen einer Umschulung ein Praktikum angefangen und das wurde urplötzlich vom Praktikumsgeber beendet. An die Schule haben die dann eine ganze Liste mit fälschlichen Gründen weitergeleitet und die haben das an meinen Träger, Arbeitsamt weitergeleitet per Mail.
Die Sache ist ja die: Im Grunde haben die mir Zeugnis abgelegt ohne dass ich danach verlangt habe. Eigentlich muss ein Zeugnis auch positiv formuliert sein. Ist das nicht auch hören-sagen?
Ist das nicht widerrechtlich?

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Junior-Partner
(5793 Beiträge, 2212x hilfreich)

/// Eigentlich muss ein Zeugnis auch positiv formuliert sein. Ist das nicht auch hören-sagen?

a) Du denkst offenbar an ein qualifiziertes Arbeitszeugnis - das muss wohlwollend, aber auch wahr sein (was dann zu allerlei Verrenkungen der Formulierungen führt). Ein Praktikumszeugnis gibt es jedoch in Verbindung mit Ausbildung (Umschulung) - und Schulzeugnisse beinhalten bis heute durchaus die Option 'ungenügend' oder 'mangelhaft'. Ich denke nicht, dass die Anforderungen an ein Arbeitszeugnis ohne weiteres auf ein Praktikumszeugnis zu übertragen sind.
b) Hörensagen? Wenn du mir erzählst, dass jener gesagt hat und der es von dem weiß, der eine todsichere Quelle hat - das ist Hörensagen. Was du in deinem Zusammenhang damit sagen willst, erschließt sich mir nicht.
c) Bei Fehlern im Zeugnis kannst du Korrektur verlangen - bei 'falschen Gründen' wird es kniffelig: wenn erfunden/erlogen, kannst du Stellung beziehen, ggf. auch widerlegen und Nachbesserung verlangen. Aber du bist in der Beweispflicht. Wenn bloß nicht einverstanden, wirst du kaum Chancen haben

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(51272 Beiträge, 23634x hilfreich)

Zitat (von fb475927-15):
Eigentlich muss ein Zeugnis auch positiv formuliert sein.

Nein, muss es keineswegs.

Ausnahmen gibt es beim Arbeitszeugnis. Aber selbst das muss nicht positiv formuliert sein, es muss als erstes mal wahrheitsgemäß formuliert sein. Und sollte als zweites positiv / wohlwollend formuliert sein.

Haben wir hier aber nicht, von daher muss man auch in diese Richtung nicht weiter gehen.



Zitat (von fb475927-15):
Ist das nicht widerrechtlich?

Kommt ganz darauf an, wer was wie beweisen kann.






Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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