Umweltministerium warnt Siemens vor Beteiligung an Atom-Deal
AFP VOM 29.7.2007 | Nachrichten - Nachrichten | 2947 Aufrufe Mehr zum Thema:Siemens, Libyen, Atom-Deal
Siemens Teilhaber an französischem Konzern Areva NP
Im Streit um den geplanten französischen Atom-Deal mit Libyen haben das Umweltministerium und die Grünen den deutschen Konzern Siemens vor einer Beteiligung gewarnt. "Wir müssen wissen, was Siemens zu diesem unmoralischen Geschäft sagt", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Michael Müller (SPD), dem "Handelsblatt". "Vergleichbare Geschäfte werden oft über ausländische Töchter organisiert - da gibt es gerade in der Atomenergie viele merkwürdige Fälle", warnte er. Siemens ist zu einem Drittel an dem französischen Unternehmen Areva NP beteiligt, das die Atomtechnologie an Libyen liefern soll.
Areva NP wiederum ist eine Tochter der staatlichen französischen Nuklearholding Areva. Auch die Grünen warnen den Münchner Konzern: "Siemens täte auch aus Image- und Verantwortungsgründen gut daran, sich an diesem Spiel mit dem Feuer nicht zu beteiligen", sagte die außenwirtschaftspolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Margareta Wolf. Ein möglicher Antrag auf Exportgenehmigung durch Siemens "wäre aus sicherheitspolitischem Erwägen zu versagen", ist Wolf überzeugt. Siemens selbst wollte sich auf Anfrage des "Handelsblatts" nicht zum Libyen-Geschäft äußern und verwies auf Areva NP.
29. Juli 2007 - 19.21 Uhr
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