US-Justiz prüft Korruptionsvorwürfe gegen Blackwater
AFP VOM 1.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 814 Aufrufe Mehr zum Thema:Blackwater
Angeblich irakische Regierungsvertreter bestochen
Das US-Justizministerium prüft offenbar, ob Angestellte der Sicherheitsfirma Blackwater irakische Regierungsvertreter bestochen haben. Wie die "New York Times" unter Berufung auf ehemalige und derzeitige Vertreter der US-Regierung berichtet, wurden die Ermittlungen gegen Angestellte der Firma Ende vergangenen Jahres eingeleitet. Sie sollen nach einem tödlichen Zwischenfall in Bagdad im September 2007 rund eine Million Dollar an irakische Regierungsvertreter gezahlt haben, um sich deren Unterstützung zu sichern und die Arbeit der Firma im Irak nicht zu gefährden.
Blackwater-Mitarbeiter hatten im September 2007 am Nisur-Platz im Westen der irakischen Hauptstadt in die Menge geschossen, als dort ein Konvoi mit US-Diplomaten vorbeifuhr. Einer US-Untersuchung zufolge starben 14 unbewaffnete Zivilisten, die irakische Untersuchung geht von 17 Todesopfern aus. Das private Unternehmen war vor allem mit dem Schutz von Botschaftsmitarbeitern beauftragt und hat wegen des Vorfalls seine Aufträge im Irak verloren.
Ein Gericht in Washington hatte Ende Dezember eine Klage gegen die früheren Blackwater-Mitarbeiter mit der Begründung zurückgewiesen, sie beruhe auf nicht zulässigen Beweismitteln. US-Vizepräsident Joseph Biden erklärte jedoch, die US-Regierung wolle eine Wiederaufnahme des gescheiterten Verfahrens anstrengen.
1. Februar 2010 - 11.26 Uhr
© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


