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US-Delegation zu Beratungen über Einwanderungsabkommen in Kuba

AFP VOM 20.2.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 627 Aufrufe
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Freilassung von seit Monaten inhaftierten US-Bürger gefordert

Die anhaltende Inhaftierung eines US-Bürgers in Kuba hat den Besuch einer hochrangigen US-Delegation in Havanna überschattet. Die Delegation von US-Staatssekretär Craig Kelly forderte die kubanischen Behörden am Freitag in einer Erklärung auf, den Anfang Dezember festgenommenen US-Bürger Alan Gross sofort freizulassen. Der 60-jährige Mitarbeiter einer US-Firma, die für die US-Hilfsorganisation USAID arbeitet, war festgenommen worden, als er Handys und Computer verteilte. Die Geräte waren nach US-Angaben für Juden in Kuba gedacht, die damit mit Glaubensgenossen in anderen Ländern kommunizieren könnten. Kubas Staatschef Raúl Castro warf Gross hingegen vor, er habe Oppositionsgruppen bei der Spionage für die USA unterstützen wollen.

Der kubanische Parlamentspräsident Ricardo Alarcón erklärte, bei dem Gesprächen mit Kelly solle es auch um fünf Kubaner gehen, die 2001 wegen Spionage zu hohen Haftstrafen verurteilt worden waren.

Kelly ist der hochrangigste US-Diplomat, der in den vergangenen Jahren nach Kuba reiste. Eigentlicher Grund seines Besuchs waren Verhandlungen über ein neues Einwanderungsabkommen mit Kuba. Bei den Gesprächen forderte Kubas Vize-Außenminister Dagoberto Rodríguez laut einer offiziellen Erklärung erneut die Abschaffung einer Klausel, die jedem Kubaner, der US-Boden betritt, schnell eine Aufenthaltserlaubnis verschafft. Havanna wirft den USA vor, Kubaner dadurch zu einer gefährlichen Flucht über das Meer zu verleiten. Die US-Delegation forderte von Kuba, das Wohlergehen von aus den USA zurückgekehrten Kubanern zu garantieren. Außerdem solle der Karibikstaat Kubaner aufnehmen, die in den USA Probleme mit der Justiz bekommen haben.

Die USA halten seit 1962 ein Handelsembargo gegen das kommunistische Kuba aufrecht. US-Präsident Barack Obama strebt jedoch eine Verbesserung der Beziehungen an.

20. Februar 2010 - 03.30 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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