
Auf die Zigarettenindustrie in den USA könnten neue erhebliche Schadenersatzforderungen zukommen. Ein US-Bundesgericht bestätigte ein Urteil aus unterer Instanz, wonach Tabakkonzerne durch den Verkauf von Zigaretten mit der verharmlosenden Aufschrift "light" ("leicht") ihre Kunden bewusst über die Gesundheitsgefahren ihrer Produkte getäuscht hätten. Kläger in dem Verfahren waren drei Raucher, die jahrzehntelang "Light"-Zigaretten geraucht haben und dafür eine Entschädigung von der Tabakindustrie wollten.
Die Entscheidung des Bundesgerichts ist ein weiterer Etappensieg für die Kläger. Das Verfahren dürfte freilich noch nicht am Ende sein. Es wird erwartet, dass die Vertreter der Tabakindustrie eine Grundsatzentscheidung vor dem Obersten Gericht anstreben. Das Supreme Court in Washington hatte sich bereits im vergangenen Dezember mit dem Fall befasst, ihn aber zur Neuverhandlung an das Bundesgericht verwiesen, das nun am Freitag sein Urteil verkündete.
22. Mai 2009 - 18.21 Uhr
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