US-Soldat nach Anschlagsplänen in Fort Hood formell angeklagt
AFP VOM 10.8.2011 | Nachrichten - Allgemein | 747 Aufrufe Mehr zum Thema:US-Soldat, Anschlagsplänen, Terror, Fort Hood
21-Jähriger soll Angriff auf Militärbasis in Texas geplant haben
Die Geschworenen einer Grand Jury haben formell Anklage gegen einen US-Soldaten erhoben, der einen Anschlag auf die US-Militärbasis Fort Hood geplant haben soll. Die Geschworenen hätten die Vorwürfe des Besitzes von Sprengsätzen, Waffen und Munition für eine Anklage als ausreichend begründet erachtet, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag (Ortszeit) mit. Dem 21-Jährigen droht zudem eine Anklage wegen der mutmaßlichen Vorbereitung eines Attentats; die diesbezüglichen Ermittlungen dauern noch an, wie eine Behördensprecherin sagte.
Der Angeklagte war am 27. Juli in der texanischen Stadt Killeen nahe Fort Hood festgenommen worden, wo die Polizei in seinem Motelzimmer Material zum Bau von Bomben gefunden hatte. Nach seiner Festnahme gestand er, einen Anschlag auf ein bei Soldaten beliebtes Restaurant in der Nähe des Stützpunkts geplant zu haben.
Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der palästinensischstämmige Soldat der Luftlandedivision 101 aus Fort Campbell im US-Bundesstaat Kentucky zuvor aus Gewissensgründen Einspruch gegen seine Verlegung nach Afghanistan eingelegt, weil er nicht auf andere Muslime habe schießen wollen. Nach der Genehmigung seines Antrags im Mai sei bei ihm Kinderpornografie entdeckt worden. Im Juli habe er ohne Erlaubnis seine Basis in Fort Campbell verlassen.
Fort Hood war Ende 2009 Schauplatz eines blutigen Amoklaufs eines US-Soldaten. Am 5. November 2009 hatte der palästinensischstämmige US-Militärpsychiater Nidal Hasan dort bei einem Amoklauf zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen, 32 weitere Menschen wurden verletzt.
10.08.2011 - 07:31 Uhr
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