US-Regierung: Fall Bout beeinträchtigt Verhältnis zu Russland nicht
AFP VOM 17.11.2010 | Nachrichten - Allgemein | 667 Aufrufe Mehr zum Thema:Bout, Auslieferung
Die Auslieferung des mutmaßlichen russischen Waffenhändlers Viktor Bout wird nach Auffassung der US-Regierung die Beziehungen zwischen Moskau und Washington nicht beeinträchtigen. "Ich erwarte nicht, dass dies irgendeinen Einfluss auf unser Verhältnis zu Russland haben wird", sagte US-Außenamtssprecher am Dienstag (Ortszeit) vor Journalisten. Russland und die USA seien sich "bei einer Zahl von Themen darüber einig, uneins zu sein", ergänzte er. Es gebe gelegentlich Spannungen. "Wir arbeiten daran, sie zu bewältigen."
Bout war am Dienstag nach jahrelangem juristischen Tauziehen von Thailand an die USA ausgeliefert worden. Er verließ an Bord in einer US-Regierungsmaschine das Land. Die russische Regierung kritisierte die Auslieferung als "illegal". Verteidigungsminister Sergej Lawrow kündigt an, dass Moskau den 43-Jährigen "unter allen Umständen unterstützen" werde. Mit ihrem Einsatz für den früheren Piloten der Sowjetarmee befeuerte die russische Regierung Spekulationen, wonach Bout Kenntnisse über geheime Informationen haben könnte, deren Preisgabe der Kreml fürchtet.
Die USA beschuldigen dem als "Händler des Todes" bekannten Bout unter anderem der Verschwörung zum Mord an US-Bürgern und der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Er soll eine ganze Flotte von Frachtflugzeugen unterhalten und Waffen in Krisengebiete in Afrika, Südamerika, den Nahen Osten und nach Asien geliefert haben. Bout selbst beteuert seine Unschuld und gibt an, legal im Flugfrachtgeschäft tätig gewesen zu sein. Ihm droht lebenslange Haft.
17.11.2010 - 04:31 Uhr
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