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US-Prozess im Patentstreit zwischen Apple und Samsung begonnen

AFP VOM 30.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 495 Aufrufe
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Eröffnungsplädoyer, Patentstreit, Apple

Unternehmen zanken um Schadenersatz in Milliardenhöhe

Neue Runde im weltweiten Patentstreit zwischen dem US-Technologiekonzern Apple und seinem südkoreanischen Konkurrenten Samsung: Vor einem Bundesgericht in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien begann am Montag mit der Auswahl der Geschworenen ein Prozess um Schadenersatz in Milliardenhöhe. Angekündigt waren auch die Eröffnungsplädoyers der Anwälte beider Seiten.

Apple fordert von Samsung mehr als 2,5 Milliarden Dollar (gut zwei Milliarden Euro), weil die Südkoreaner sein iPhone und den Tablet-Computer iPad kopiert haben sollen. Samsung weist dies zurück und legt seinerseits Apple Patentverstöße im Bereich der Mobilfunktechnologie zur Last. Apple und Samsung fechten ihren Kampf um die Rechte an Technologien bei Smartphones und Tablets in mehreren Ländern aus, darunter Deutschland.

In den USA ist Samsung in der Defensive. Richterin Lucy Koh, die das Mega-Verfahren leitet, hatte den Verkauf des Samsung-Tablets Galaxy 10.1 und des mit dem Online-Giganten Google gemeinsam entwickelten Smartphones Nexus in den USA im Juni per einstweiliger Verfügung untersagt. Der Versuch einer außergerichtlichen Einigung war im Mai gescheitert.

In dem Streit geht es um die Vorherrschaft im schnell wachsenden Markt für Tablet-PCs und Smartphones. Patenrechtsexperte R. Polk Wagner hält den Fall für den womöglich wichtigsten Patentprozess, seit sich in den 1980er Jahren die Fotokonzerne Kodak und Polaroid verklagten. "Die Auswirkungen im Falle eines Sieges von Apple bleiben abzuwarten", sagte der Jura-Professor der Universität Pennsylvania. Normalerweise würde Samsung dann mit einigen Veränderungen am Design seine Produkte erneut auf den Markt bringen können.

Unterdessen verklagte eine Universität in Taiwan Apple wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen. Die Sprachsteuerung Siri im iPhone 4S von Apple verletze zwei von der Universität Cheng Kung gehaltene Patente zur Spracherkennung, erklärte die Universität der Stadt Tainan am Montag. Die Klage sei am Freitag bei einem Gericht in Texas eingereicht worden. Apple hatte das iPhone 4S vergangenes Jahr herausgebracht. Das System ermöglicht es, das Telefon fast komplett per Sprache zu steuern.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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