US-Militär: Guantánamo-Insasse gesteht Terrorbeihilfe
AFP VOM 15.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1557 Aufrufe Mehr zum Thema:Terror
Sudanese soll El-Kaida-Kämpfer trainiert haben
Ein sudanesischer Insasse des US-Gefangenenlagers Guantánamo hat sich vor einem Militärtribunal der Terrorunterstützung schuldig bekannt. Der seit acht Jahren in Guantánamo einsitzende Mann habe "vor dem Gericht gestanden, materielle Hilfe für den Terrorismus geleistet zu haben", teilte eine US-Armeesprecherin mit.
Der Militäranklage zufolge unterhielt der Mann Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida und hatte dessen Chef ein "elektronisches Kommunikationsgerät" zukommen lassen. Er soll in den 90-er Jahren Vize-Kommandant eines El-Kaida-Lagers in der afghanischen Stadt Chaldan gewesen sein, in dem El-Kaida-Kämpfer und einige der Flugzeugattentäter vom 11. September 2001 ausgebildet worden sein sollen.
Der Sudanese ist der sechste Guantánamo-Insasse, dem dort vor einem speziellen Tribunal - einer so genannten Militärkommission - der Prozess gemacht wird. Er war 2002 in Pakistan aufgegriffen und nach Guantánamo gebracht worden. Derzeit sitzen noch 173 Gefangene in dem auf Kuba gelegenen Lager ein.
15.02.2011 - 22:01 Uhr


