Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
340828
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Nachrichten » International » 
US-Gericht stoppt Prüfung von Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe

US-Gericht stoppt Prüfung von Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe

AFP VOM 13.1.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1072 Aufrufe
Mehr zum Thema:

Todesstrafe

Angeklagter führte Hinrichtung von Unschuldigen in Texas an

Eine gerichtliche Untersuchung zur Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe im US-Bundesstaat Texas ist per richterlichem Beschluss ohne Ergebnis abgebrochen worden. Das Berufungsgericht für Strafverfahren mit Sitz in Austin entschied am Mittwoch, dass die von einem Bezirksrichter Anfang Dezember eingeleiteten Anhörungen nicht fortgesetzt werden dürfen. Richter Kevin Fine hatte prüfen wollen, ob mit der Todesstrafe in Texas das Risiko der Hinrichtung unschuldiger Menschen einhergehe.

Auslöser der Anhörungen war der Fall des 25-jährigen John Green, für den die Staatsanwaltschaft wegen Beteiligung an einem Raubmord die Todesstrafe fordert. Der Angeklagte beteuert seine Unschuld. Das Berufungsgericht hatte die von Fine geleiteten Anhörungen bereits einen Tag nach ihrem Beginn am 6. Dezember vorläufig gestoppt. In seiner jetzigen definitiven Entscheidung hieß es, für diese Anhörungen gebe es keine Grundlage, da der eigentliche Prozess gegen Green noch gar nicht begonnen habe. Dieser könne das Urteil erst dann in Frage stellen, wenn es gefallen sei, aber nicht bereits im Vorhinein.

Greens Anwälte zeigten sich "tief enttäuscht" . Das Berufungsgericht habe es versäumt, Verantwortung für die Frage zu übernehmen, ob das texanische Todesstrafrecht das Leben unschuldiger Menschen riskiere, erklärten sie.

In Texas waren in den Jahren 2000 und 2004 zwei Männer hingerichtet worden, deren Unschuld später von Experten nachgewiesen wurde. Im Fall von Claude Jones hatten DNA-Tests nach der Hinrichtung ergeben, das ein am Tatort gefundenes Haar, aufgrund dessen Jones hingerichtet worden war, nicht von ihm stammte. Im anderen Fall war Todd Willingham zum Tode verurteilt worden, weil er sein Haus angezündet und seine drei Töchter getötet haben sollte. Später kam heraus, dass das Feuer ein Unfall war.

13.01.2011 - 14:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

123recht.net ist Rechtspartner von:

340828
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

97935
beantwortete Fragen
10
Anwälte jetzt
online
Rechtsanwältin
Carla Kutzer
Fürth
Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht
Quickie!
Ihre Meinung zählt.
Eine 50-Stunden-Woche ist bei Niedriglöhnern wie in den Chefetagen keine Seltenheit. Kennt Ihr das? Wie viele Stunden arbeitet Ihr ca. pro Woche?