US-Gericht: Procter & Gamble steht nicht mit Satan im Bund
AFP VOM 20.3.2007 | Nachrichten - International | 5217 Aufrufe Mehr zum Thema:Procter, Gamble, Satan, Teufel
Konsumgüter-Konzern hatte gegen Gerüchte geklagt
Nun ist es amtlich: Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble ist keinen Pakt mit dem Teufel eingegangen. Wie die Firma mitteilte, gab ein Gericht im US-Bundesstaat Utah ihrer Klage gegen ehemalige Mitarbeiter eines Konkurrenten statt, die entsprechende Gerüchte verbreitet haben sollen. Bei dem Streit ging es um das frühere Logo von Procter & Gamble, das einen Mond-Mann und 13 Sterne zeigt. Seit Jahren sind Gerüchte im Umlauf, bei diesem Logo handle es sich um ein satanistisches Symbol.
Die schuldig gesprochenen Ex-Mitarbeiter des Konkurrenzunternehmens Amway hatten nach Auffassung des Gerichts diese Gerüchte verbreitet, um Procter & Gamble zu schaden. Die Jury sprach dem Kläger Schadenersatz in Höhe von 19,25 Millionen Dollar (14,6 Millionen Euro) zu. Der Chefjustiziar des Unternehmens, Jim Johnson, verteidigte die Klage vor Gericht: "Hier geht es um unseren Ruf." Procter & Gamble werde auch in Zukunft juristisch gegen all jene vorgehen, die dem Ansehen des Konzerns "mit unfairen Methoden" schaden wollten.
Der Satanismus-Verdacht gegen Procter & Gamble nahm offenbar bereits in den 80er Jahren seinen Anfang und erlebt inzwischen auf einschlägigen Internet-Seiten eine Renaissance. Die Produktpalette des weltgrößten Konsumgüterkonzerns ist freilich eher unverdächtig: Von Procter & Gamble stammen unter anderem Gillette-Rasierer, Pringles-Chips und Pampers-Windeln.
20. März 2007 - 19.48 Uhr
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