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US-Entführungsopfer fordert von Behörden Schadensersatz

AFP VOM 23.9.2011 | Nachrichten - Allgemein | 815 Aufrufe
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Martyrium, Schadensersatz, US-Entführungsopfer

Vorwurf: Versagen bei Bewährungsaufsicht des Peinigers

Die fast zwei Jahrzehnte als Sexsklavin eingesperrte Kalifornierin Jaycee Dugard hat die US-Bundesbehörden wegen ihres Martyriums auf Schadensersatz verklagt. Sie wirft den Bundesbehörden vor, bei der Bewährungsaufsicht ihres Peinigers versagt zu haben, wie ihre Sprecherin Nancy Seltzer mitteilte. "Jaycee Dugard will kein Geld für sich". Sie wolle im Falle eines Gerichtsentscheids zu ihren Gunsten die Entschädigungszahlung an eine Hilfsorganisation für Entführungsopfer und traumatisierte Menschen spenden.

Dugards Entführer, Phillip Garrido, war 1988 aus dem Gefängnis entlassen worden, nachdem er eine Strafe wegen einer früheren Sexualstraftat abgesessen hatte. Anschließend stand er bis 1999 unter der Aufsicht der Bundesbehörden, danach unter Aufsicht der kalifornischen Ämter. Gegen die Behörden von Kalifornien erstritt Dugard vergangenes Jahr bereits 20 Millionen Dollar Entschädigung.

Dugard war 1991 als Elfjährige auf dem Weg zur Haltestelle des Schulbusses im kalifornischen South Lake Tahoe entführt worden. Das Mädchen wurde anschließend jahrelang in Zelten und einem Schuppen im Garten ihres Peinigers in Antioch östlich von San Francisco festgehalten. Dugard lebte 18 Jahre lang in permanenter Gefangenschaft und brachte zwei Kinder von ihrem Entführer zur Welt. Entdeckt und befreit wurde die junge Frau 2009 erst durch Zufall.

23.09.2011 - 08:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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