Das Original seit 2000:
Erste Hilfe in Rechtsfragen.
328367
zufriedene Nutzer
Sie sind hier:  www.123recht.net » Nachrichten » International » 
US-Bürger gesteht Tötung seiner Frau in den Flitterwochen - 1/1
AFP vom 05.06.2009   |   1413 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - International

US-Bürger schlug Frau in Flitterwochen tot

Mann in Australien zu Haftstrafe verurteilt

Ein US-Bürger hat in Australien gestanden, während der Flitterwochen in "Down Under" seine ihm frisch angetraute Ehefrau getötet zu haben, um an ihre hohe Lebensversicherung zu kommen. Wegen Totschlags wurde er von einem Gericht in Brisbane zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, von denen dreieinhalb Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden. Der 32-Jährige hatte sich im Mai den australischen Behörden gestellt.

Mehr zum Thema:
Mord   Flitterwochen  

Der Vorfall liegt bereits fünf Jahre zurück. Bei einem Tauchausflug zu einem Schiffswrack am Great Barrier Reef war die Frau im Oktober 2003, nur elf Tage nach ihrer Hochzeit, tödlich verunglückt. Ein Tauchlehrer fand ihre Leiche auf dem Grund des Meeres - bei den anschließenden Ermittlungen sagte ein anderer Taucher aus, er habe gesehen, wie der Ehemann sie unter Wasser ungestüm umarmt habe, bevor er ohne sie auftauchte.

Staatsanwalt Brendan Campbell warf dem Geschäftsmann aus Alabama vor, seiner damaligen Frau in ihrer Notlage nicht von seinem Sauerstoff abgegeben zu haben, obwohl er ein erfahrener Taucher sei. Er habe sie ohne ernsthaften Rettungsversuch auf den Meeresgrund sinken lassen, statt ihre Auftriebsweste aufzublasen und ihr durch die Entfernung der Tauchflaschen oder anderer Gewichte zu helfen, an die Meeresoberfläche zurückzukehren. "Er hat praktisch jede Chance für ihr Überleben ausgelöscht", sagte der Staatsanwalt vor Gericht.




Der Geschäftsmann hatte den Ermittlern zu seiner Verteidigung gesagt, seiner damaligen Frau sei das Mundstück der Sauerstoffflasche aus dem Mund gerutscht. Anschließend sei sie so schnell gesunken, dass er sie nicht habe retten können. Seine Version wurde von Gutachtern jedoch zurückgewiesen. Ursprünglich hatte die Anklage auf Mord plädiert - sie ging davon aus, dass der Mann seiner Frau bewusst die Sauerstoffzufuhr unterbrochen und sie so lange unter Wasser gehalten hatte, bis sie tot war. Schließlich schloss sie sich aber dem Pläydoyer des Angeklagten an.

Der Vater des damals 26-jährigen Opfers äußerte sich entsetzt über das milde Urteil. "Ich bin sicher, dass ganz Australien ebenso wie unser Land den Schock teilt, den wir gerade erlebt haben. Das Urteil ist einfach ungerecht - es ist aberwitzig," sagte er nach dem Urteilsspruch. Dem inzwischen wieder verheirateten Täter sei "ein einfacher Ausweg" ermöglicht worden.

5. Juni 2009 - 11.51 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009



Von GHN am 08.06.2009 14:59

Na zum Glück hat er Ihr nix von seinem "Sauerstoff" gegeben, sonst hät Sie noch eine Sauerstoffvergiftung erlitten. Leider muß ich Euch (und leider auch jeder anderen Zeitung, die diesen Bericht abgeschrieben haben) mitteilen das wir Sporttaucher mit Pressluft tauchen, weil Sauerstoff ab einem Teildruck von 1.6 bar "giftig" wird. Sauerstoff nehmen Tec Taucher (und meistens auch nicht 100%) höchstens zum Entsättigen. Ein Taucher

123recht.net ist Rechtspartner von:

328367
registrierte
Nutzer

durchschnittl. Bewertung

94212
beantwortete Fragen
15
Anwälte jetzt
online
Rechtsanwalt
Hans- Hermann Hellmann
Hellmann
Schwerpunkte: Gewerblicher Rechtsschutz, Urheberrecht, Versicherungsrecht.
Jetzt von diesem Anwalt beraten lassen:
Quickie! Ihre Meinung zählt.
Kritik an Wulff ebbt nicht ab - Soll er als Bundespräsident zurücktreten oder bleiben?

 Bleiben
 Zurücktreten
 Mir egal