US-Bank muss nach Entlassung von Informant Strafe zahlen
AFP VOM 15.9.2011 | Nachrichten - Allgemein | 540 Aufrufe Mehr zum Thema:US-Bank, Entlassung, Informant
Mitarbeiter hatte Betrugsfälle enthüllt
Wegen der Entlassung eines Mitarbeiters, der Betrugsfälle öffentlich gemacht hatte, ist die Bank of America zur Zahlung einer Strafe von 930.000 Dollar (678.000 Euro) verurteilt worden. Die Bank habe "illegale Vergeltungsmaßnahmen" gegen den Mitarbeiter eingesetzt, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Er hatte in einer internen Untersuchung einen groß angelegten Betrug bei der Immobilienbank Countrywide Financial aufgedeckt und war 2008 entlassen worden, nachdem die Bank of America Countrywide übernommen hatte.
Der Angestellte habe großen Mut bewiesen, indem er auf potenzielle Betrugsfälle hingewiesen habe, betonte das Ministerium. Die Bank of America kündigte an, gegen die Entscheidung Revision einzulegen. Die Entlassung des Mitarbeiters habe ausschließlich mit dessen Arbeitsstil zu tun gehabt, sagte eine Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP.
Die Übernahme des Immobilienfinanzierers hat der Bank of America kein Glück gebracht: Wegen der in der Finanzkrise offenbar gewordenen umstrittenen Kreditvergabepraxis von Countrywide sieht sich die Bank mit verschiedenen Gerichtsverfahren und Kosten in Milliardenhöhe konfrontiert.
15.09.2011 - 10:31 Uhr
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