Scholz: Zwei der US-Attentäter lebten vermutlich in Hamburg
AFP VOM 13.9.2001 | Nachrichten - Aktuelles | 36775 Aufrufe Mehr zum Thema:WTC, USA, Attentat, Laden
- Mann im Zusammenhang mit Ermittlungen festgenommen
Zwei der Attentäter aus den USA haben vermutlich zeitweilig in Hamburg gewohnt. Das teilte der Hamburger Innensenator Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag in Hamburg mit. Die beiden Verdächtigen seien offensichtlich legal in Deutschland als Studenten registriert gewesen. Der 23-jährige Marwan Al-Shehhi und der 33-jährige Mohammed Atta sollen als Passagiere in US-Flugzeugen gebucht gewesen sein, die bei den Anschlägen benutzt wurden. Den Angaben zufolge wurde im Zuge der Ermittlungen in der Nacht zu Donnerstag in Hamburg ein Mann festgenommen, dessen Idendität die Polizei nicht preisgeben wollte. Auf ihn seien die Ermittler bei der Sucher nach einem Marrokaner gestoßen, der zeitweise mit einem oder beiden mutmaßlichen Attentätern zusammengewohnt haben soll. Der Festgenommene habe legal am Hamburger Flughafen gearbeitet.
Die mutmaßlichen Attentäter, die beide aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammen, hätten sich unauffällig verhalten, um den Behörden im Vorfeld der Anschläge keine Anhaltspunkte zu geben. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden Männer an der Technischen Universität Hamburg-Harburg immatrikuliert, hielten sich ausländerrechtlich legal in Deutschland auf und sind in polizeilichen Dateien nicht erfasst. Dan Angaben der Hamburger Polizei zufolge war Al-Shehhi am 2. Mai als Passagier von Deutschland in die USA geflogen. Der 33-jährige Mohamed Atta, soll ebenfalls in die USA geflogen sei. Die beiden mutmßlichen Attentäter sollen zeitweise zusammengwohnt haben.
Insgesamt wurden Scholz zufolge acht Wohnungen in Nacht zum Donnerstag überprüft, vier davon seien durchsucht worden. Eine Frau sei als Zeugin zum Präsidium gebracht, weitere Ermittlungen liefen. Die Ermittlungen wurden von Generalbundesanwalt Kay Nehm übernommen, der am Vormittag ebenfalls vor Journalisten in Karlsruhe Einzelheiten nennen wollte.
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