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UBS gab Daten über US-Kunden anderer Banken an US-Justiz

AFP VOM 9.2.2012 | Nachrichten - Allgemein | 518 Aufrufe
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UBS, US-Steuerbetrüger, Daten

Schweizer Großbank war laut Sprecher dazu verpflichtet

Die Schweizer Großbank UBS hat nicht nur Daten über mutmaßliche US-Steuerbetrüger unter den eigenen Kunden an die US-Justiz übermittelt, sondern auch gemeldet, zu welchen Konkurrenzinstituten ihre US-Kunden abwanderten. Die UBS habe die US-Behörden darüber informiert, wohin nach der Schließung eines Kontos eines US-Kunden das Geld überwiesen wurde, sagte ein Banksprecher der Schweizer "Handelszeitung" vom Donnerstag. Dazu habe die Schweizer Finanzaufsicht die Bank verpflichtet. Diese habe dann die Daten weitergeleitet.

Die UBS war im Jahr 2009 die erste Schweizer Bank, der die USA wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung mit Strafverfolgung drohten. Die Bank händigte den US-Steuerbehörden schließlich rund 4000 Datensätze über mutmaßliche Steuerbetrüger aus und zahlte eine Strafe von 780 Millionen Dollar (588 Millionen Euro). Im Gegenzug zog die US-Steuerbehörde IRS ihre Klage gegen die UBS zurück, deren Folge der Verlust der Banklizenz in den USA für die UBS hätte sein können.

Seit einigen Monaten verstärken die USA ihren Druck auch auf andere Schweizer Banken wie Credit Suisse, Julius Bär oder Wegelin, aber auch auf israelische Banken wie Leumi, Hapoalim oder Mizrahi. Wegelin, die älteste Bank der Schweiz, war Ende Januar am Steuerstreit mit den USA zerbrochen und musste ihr Geschäft außerhalb der USA an die Raiffeisen-Bank verkaufen.

09.02.2012 - 12:30 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011

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