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Trennung und Scheidung
Seite 1 - vom 12.01.2006

Trennung und Scheidung

- Alternative Konfliktbewältigung durch Mediation und Scheidungsmanagement

Von Rechtsanwalt Thilo Wagner

Der Autor
Thilo Wagner, Köln
beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Arbeitsrecht, Zivilrecht, Gewerblicher Rechtsschutz und hat Interessensschwerpunkte: Strafrecht, Verkehrszivilrecht.
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Die Trennung und Scheidung von dem vertrauten Partner birgt neben dem emotionalen Konfliktpotential auch rechtliche Risiken und Herausforderungen, die den Trennungsprozess weiter belasten und erschweren können. Alternativ zu dem klassischen gerichtlichen Scheidungsverfahren gibt es verschiedene sanftere Wege, die Trennung und Scheidung einvernehmlich und ohne zusätzlichen Druck zu gestalten.

Gezieltes Scheidungsmanagement oder eine familienrechtliche Mediation können bei den oft schwierigen Problemen helfen, interessengerechte Lösungen für beide Partner zu finden.

Die Mediation

Die Mediation ist ein freies Konfliktbewältigungsverfahren, in dem die Parteien gemeinsam eine verbindliche Lösung rechtlicher Probleme und Aufgabenstellungen vereinbaren. Die Parteien werden hierbei von einer neutralen dritten Person - dem so genannten Mediator - unterstützt.

Bei juristischen Problemen wird regelmäßig ein Rechtsanwalt als Mediator bestimmt. Der Rechtsanwalt nimmt in diesem Fall eine Position als Vermittler zwischen den Parteien ein.

Gemeinsam werden Problemlösungen erarbeitet, die sich nicht an den oft starren gesetzlichen Vorgaben orientieren, sondern dem Gerechtigkeitsgefühl der Parteien entsprechen. Durch die Obhut des Mediators ist dabei sichergestellt, dass alle wesentlichen juristischen Regelungsfaktoren berücksichtigt werden. Mögliche Problemfelder können damit früh erkannt und berücksichtigt werden. Hierdurch wird das Konfliktpotential erheblich entschärft. Emotionale Stressfaktoren werden gering gehalten. Weitere Kosten für einen Streitfall werden vermieden.

Die Mediation empfiehlt sich regelmäßig, wenn eine Kommunikation zwischen den Parteien noch grundsätzlich möglich und daneben eine vertrauensvolle Verständnisbereitschaft für die Bedürfnisse der anderen Partei vorhanden ist.

Im Falle einer Mediation werden die Kosten der anwaltlichen Tätigkeit vorher mit den Parteien vereinbart und damit sicher begrenzt.

Das Scheidungsmanagement

Auch bei dem Scheidungsmanagement handelt es sich um ein außergerichtliches Instrument, um geeignete und sachgerechte Lösungen für beide Partner durch einvernehmliche Absprachen und Planungen zu erarbeiten. Im Gegensatz zu der Mediation werden bei dem außergerichtlichem Scheidungsmanagement zwei Anwälte tätig. Jeder Partei steht ein Anwalt zur Seite, der ihre Interessen vertritt und schützt. Die Anwälte versuchen dabei untereinander und ohne Anrufung des Familiengerichts verständige und gerechte Absprachen zu vereinbaren. Beide Interessenvertreter können damit gezielt aus der Sicht ihres Mandanten Regelungen vorschlagen und planvoll umsetzen.

Das Scheidungsmanagement empfiehlt sich bei Trennungen, in deren Folge komplexe Rechtsprobleme und schwierige emotionale Differenzen gelöst oder umfassende finanzielle Vereinbarungen untereinander getroffen werden müssen.

Auch hierbei richten sich die Kosten der Rechtsvertretung nach ein vorher zu treffenden Honorarvereinbarung, welche die persönliche Leistungsfähigkeit der jeweiligen Partei individuell berücksichtigt.


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