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Toyota will sich vehement gegen Vorwürfe in den USA wehren

AFP VOM 8.4.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 1545 Aufrufe
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USA-Vize-Vertriebschef: "Wir werden uns verteidigen"

Der japanische Autobauer Toyota will sich gegen unberechtigte Vorwürfe in Zusammenhang mit Mängeln an seinen Wagen in den USA wehren. Toyota lasse sich nicht für Vorfälle zur Verantwortung ziehen, die nicht Schuld des Unternehmens seien, sagte der Vizechef des Toyota-Vertriebs in den USA, Don Esmond.

"Wir werden uns verteidigen", sagte Esmond der Nachrichtenagentur AFP. Daher habe der Konzern eine "Sondereinheit" eingesetzt, um Vorwürfe im Zusammenhang mit ungewollter Beschleunigung zu untersuchen. Bei diesen Fällen stelle sich oft heraus, dass die Schuld beim Fahrer selbst liege.

Der Autobauer hatte wegen technischer Mängel in den vergangenen Monaten weltweit fast neun Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen, darunter mehr als sechs Millionen in den USA. Die Fälle von ungewollter Beschleunigung werden für rund 50 tödliche Unfälle in den USA verantwortlich gemacht.

Toyota werde sich mit wissenschaftlichen Untersuchungen gegen die Vorwürfe wehren, kündigte Esmond an. Auch der Konzern wolle wissen, ob es Probleme mit der eingebauten Elektronik gebe. "Aber wir gehen fest davon aus, dass es nicht so ist." Toyota müsse für Fehler die Verantwortung übernehmen, wolle nun aber "energischer" seine Sicht der Dinge darstellen, sagte Esmond.

Die Pannenserie wird vom US-Kongress untersucht. Auch stehen dem Unternehmen mindestens 97 Schadenersatzprozesse wegen Tod oder Verletzungen im Zusammenhang mit Unfällen bevor. Knapp 140 Toyota-Besitzer klagen zudem wegen des gesunkenen Wiederverkaufswertes infolge der Rückrufserie. Das US-Verkehrsministerium will Toyota außerdem eine Strafe von knapp 16,4 Millionen Dollar (etwa 12,3 Millionen Euro) auferlegen, weil Toyota zu lange nicht über Sicherheitsmängel informiert haben soll.

Nach Angaben Esmonds hat der Konzern noch nicht entschieden, ob er die Strafe anfechten will. Ihm sei nicht klar, worauf die Erkenntnisse des Ministeriums basierten, sagte der Toyota-Manager. Die Behörden werteten nach eigenen Angaben im Fall Toyota 70.000 Seiten Beweise aus.

8. April 2010 - 12.48 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010


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