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Toyota akzeptiert weitere Millionenstrafen für Pannenserien in USA

Toyota akzeptiert weitere Millionenstrafen für Pannenserien in USA

AFP VOM 21.12.2010 | Nachrichten - Allgemein | 619 Aufrufe
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Konzern bestreitet vorsätzliche Vertuschung

Toyota hat in den USA zwei weitere Millionenstrafen für Pannenserien mit seinen Autos akzeptiert. Das Unternehmen zahle insgesamt 32,4 Millionen Dollar (24,6 Millionen Euro) an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA, teilte der japanische Autokonzern am Montag (Ortszeit) in den USA mit. Für das kommende Jahr gab Toyota das Ziel aus, drei Prozent mehr Autos verkaufen zu wollen.

Toyota sei erfreut, die Rechtsstreitigkeiten in den USA beigelegt zu haben, die teils schon seit 2005 andauerten, sagte der Verantwortliche für Produktqualität in Nordamerika, Steve St. Angelo. Der Konzern wolle die Zahlung aber nicht als Eingeständnis verstanden wissen, dass er - wie von den US-Behörden behauptet - die Probleme vorsätzlich verschleiert habe. Mit den Millionenzahlungen reagierte der weltgrößte Autokonzern auf rechtliche Auseinandersetzungen in den USA im Zusammenhang zwei Pannenserien in den vergangenen Jahren.

Im einen Fall geht es um Probleme mit der Lenkung, wegen derer Toyota vor fünf Jahren fast eine Million Fahrzeuge in den USA hatte zurückrufen müssen. Im zweiten Fall musste der japanische Autoproduzent rund fünf Millionen Fahrzeuge zurückrufen, deren Fußmatten das Gaspedal zu blockieren drohten. In einem dritten Fall, bei dem es um klemmenden Gaspedale ging, hatte sich der Konzern bereits im April zur Zahlung von 16,4 Millionen Dollar bereit erklärt. Damals hatte ihm die US-Regierung vorgeworfen, die Probleme über Monate hinweg vertuscht zu haben.

In der Bewertung der Strafzahlungen unterschieden sich das Unternehmen und das US-Verkehrsministerium erheblich. Verkehrsminister Ray LaHood erklärte, Toyota habe damit die Verantwortung übernommen "für die Verletzung der Pflicht, technische Defekte umgehend zu melden". Toyota hingegen bestritt erneut eine vorsätzliche Verschleppung. Mit der Einigung habe der Konzern eine anhaltende juristische Auseinandersetzung vermieden, sie ermögliche es ihm nun, "nach vorne zu blicken". Laut Verkehrsminister LaHood zahlte Toyota in allen drei Fällen die gesetzliche Maximalstrafe.

Weltweit musste Toyota seit Herbst vergangenen Jahres wegen einer ganzen Reihe von Technikpannen mehr als zehn Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen, einen Großteil davon in den USA. Nach der Wirtschaftskrise ziehen die Autoverkäufe zwar wieder an - auch bei Toyota. Die Pannenserie der vergangenen Monate belastet aber dennoch die Verkaufszahlen des japanischen Herstellers.

Im kommenden Jahr gehe Toyota nichtsdestotrotz davon aus, weltweit 8,61 Millionen Autos verkaufen zu können - drei Prozent mehr als in diesem Jahr, teilte der Konzern mit. Bereits in diesem Jahr hatte Toyota im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent mehr Autos verkauft. Insgesamt waren es 8,37 Millionen Fahrzeuge. In Japan geht der Konzern jedoch davon aus, dass die Verkäufe um 17 Prozent massiv zurückgehen. Auf dem Heimatmarkt läuft die staatliche Förderung für besonders umweltfreundliche Autos wie Hybridfahrzeuge aus.

Toyota ist der erste Autohersteller der Welt, der Autos mit Hybridmotor in großer Stückzahl baute. Die ersten Modelle kamen Ende der 90er Jahre auf den Markt.

21.12.2010 - 13:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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