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Tötung von australischem Ureinwohner hat juristisches Nachspiel - 1/1
AFP vom 14.6.2009   499 Aufrufe    Leserwertung: 0,0 (0 User)
Rubrik: Nachrichten - International

Tötung von australischem Ureinwohner hat juristisches Nachspiel

Mann in Gefangenen-Transporter in glühender Hitze "gekocht"

Angehörige eines im Gewahrsam einer privaten Sicherheitsfirma zu Tode gekommenen australischen Ureinwohners erwägen juristische Schritte wegen Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht. Wie die Familie am Samstag mitteilte, wird sie möglicherweise Klage gegen die Firma Global Solution Ltd. (GSL) erheben. In deren Fahrzeug mit nicht funktionierender Klimaanlage war der 45-jährige Aborigine namens Ward im Januar 2008 bei Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius über 360 Kilometer weit zu einem Gefängnis in Westaustralien transportiert worden.




Eine Anhörung am Freitag ergab, dass Ward auf dem glühend heißen Metallboden des Transporters Verbrennungen dritten Grades erlitt und sich durch einen Sturz am Kopf verletzte. Er kam schließlich bewusstlos in der Stadt Kalgoorlie an, wo ihn auch ein Eisbad im Krankenhaus nicht retten konnte. Seine anschließend gemessene Körpertemperatur betrug 41,7 Grad, er starb an Atemstillstand.

Der Gerichtsmediziner Alastair Hope sprach während der Anhörung von einer "schändlichen und inhumanen Behandlung". Die beiden Sicherheitsleute der Firma hätten Ward für die vierstündige Fahrt lediglich eine 600-Milliliter-Flasche mit Wasser mitgegeben und kein einziges Mal nach ihm geschaut. Ward sei im Übrigen keiner Verbrechen überführt worden. Er war einen Tag zuvor wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen werden.

14. Juni 2009 - 10.33 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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