Todesurteil nach tödlichem Brand in japanischer Videothek
AFP VOM 2.12.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 779 Aufrufe Mehr zum Thema:Brandstifter
16 Menschen starben
Mehr als ein Jahr nach dem tödlichen Feuer in einer japanischen Videothek hat ein Gericht in Osaka den mutmaßlichen Brandstifter zum Tode verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 48-Jährige den Brand gelegt hatte, bei dem Ende September 2008 16 Menschen starben. Der arbeitslose Mann hatte zunächst ausgesagt, er habe in dem Feuer sterben wollen. Während des Prozesses widerrief er jedoch sein Geständnis.
Die rund um die Uhr geöffnete Videothek "Cats" bot eine große Auswahl von DVDs mit Hollywoodfilmen und Pornos, die in 32 Kabinen angesehen werden konnten. Die Kabinen verfügten über Schlafsofas und konnten für umgerechnet zehn Euro als Bleibe für die Nacht angemietet werden. In japanischen Großstädten gibt es zahlreiche derartige Videotheken oder Internetcafés mit Übernachtungsmöglichkeiten für Kunden, die sich keine richtige Wohnung leisten können oder ihren Pendlerzug verpasst haben. Die meisten der 16 Opfer starben im Schlaf an Rauchvergiftung.
2. Dezember 2009 - 14.03 Uhr
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