Todesurteil nach Anti-Mafia-Prozess in China vollstreckt
AFP VOM 7.7.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 728 Aufrufe Mehr zum Thema:Mafia, Todesstrafe
Mann wegen Vergewaltigungen und Korruption verurteilt
In China ist der Hauptangeklagte eines großangelegten Anti-Mafia-Verfahrens, das landesweit für Aufsehen gesorgt hatte, hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen den 54-jährigen Wen Qiang, einen früheren hochrangigen Justizbeamten und Vize-Polizeichef der Millionenstadt Chongqing, sei am Mittwoch vollstreckt worden, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua. Wen war im April unter anderem wegen Vergewaltigung und der Deckung von organisierter Kriminalität zum Tode verurteilt worden.
Im vergangenen Jahr waren die Behörden in einer großangelegten Aktion gegen das organisierte Verbrechen in Chongqing vorgegangen, einer Stadt mit mehr als 30 Millionen Einwohnern. Mehr als 3300 Menschen wurden festgenommen, hunderte wurden angeklagt. Mehrere Angeklagte sollen zum Tode verurteilt oder bereits hingerichtet worden sein. Die Prozesse hatten die Öffentlichkeit schockiert, weil sie die Straffreiheit von kriminellen Banden und die Korruption von Beamten aufdeckten.
Wen soll mehrere Frauen vergewaltigt und mehr als zwei Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) an Bestechungsgeldern angenommen haben. Er besaß Medienberichten zufolge mehrere Wohnungen und Häuser, zahlreiche Luxusautos, Antiquitäten und Kunstwerke. Vor Gericht bestritt er die Korruptionsvorwürfe.
7. Juli 2010 - 07.18 Uhr
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