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Thailand liefert Waffenhändler Bout nicht an die USA aus

AFP VOM 11.8.2009 | Nachrichten - International | 1056 Aufrufe
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Waffenhändler, USA

Gerichtshof in Bangkok lehnt Auslieferungsantrag ab

Ein thailändisches Gericht hat überraschend einen Auslieferungsantrag der USA gegen den russischen Waffenhändler Viktor Bout zurückgewiesen. Der thailändische Gerichtshof habe entschieden, den Antrag abzulehnen, sagte der Richter Jitakorn Patanasiri nach der Entscheidung. Im vergangenen Jahr hatten die thailändischen Behörden eine Anklage gegen Bout fallengelassen, um dessen Auslieferung zu ermöglichen. Die US-Behörden werfen dem 42-Jährigen vor, in großem Stil Waffen nach Südafrika, Afghanistan und Südamerika geliefert zu haben.

Der weltweit gesuchte Waffenhändler war im März 2008 von US-Agenten in einem Hotel in Bangkok gefasst worden, seitdem sitzt er in einem Hochsicherheitstrakt ein. Das Auslieferungsverfahren hatte im September begonnen.

Der als "Händler des Todes" bekannte Bout soll unter anderem die Taliban in Afghanistan, das Terrornetzwerk El Kaida, marxistische Rebellen in Südamerika und den früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor mit Waffen versorgt haben. Im Falle einer Verurteilung in den USA muss Bout mit lebenslanger Haft rechnen.

11. August 2009 - 11.43 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2009


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