Terrorprozess muss womöglich erneut in Beweisaufnahme
AFP VOM 20.9.2003 | Nachrichten - Vor Gericht | 2421 Aufrufe Mehr zum Thema:Mzoudi, Terror
- Gerichtsdolmetscher hatte angeblich Kontakt zu Terrorszene
Der Prozess gegen den in Hamburg angeklagten mutmaßlichen Komplizen der Attentäter vom 11. September, Abdelghani Mzoudi, muss möglicherweise erneut in die Beweisaufnahme. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wurde der Gerichtsdolmetscher Amin Janzir am 10. September seines Amtes enthoben, da er offenbar Kontakte zum Umfeld der Hamburger El-Kaida-Zelle unterhielt. Janzir arbeitete darüber hinaus für das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz.
Der Übersetzer war in alle bisherigen Verhandlungstage eingebunden. Nun müssen womöglich 26 Zeugen erneut angehört werden.
Die Bundesanwaltschaft wirft Mzoudi Beihilfe zum Mord in mindestens 3066 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Dem Elektrotechnik-Studenten droht eine Strafe von bis zu 15 Jahren Haft. Mzoudi schweigt zu allen Vorwürfen. Die Verteidigung will seinen Freispruch erreichen.
20. September 2003 - 17.06 Uhr
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