Missbrauch von Notrufen sowie Androhen, Vortäuschen oder Ankündigen von Straftaten

Mehr zum Thema:

Strafrecht - Straftaten Rubrik, Trittbrett, WTC, Terrorismus, Milzbrand

0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Der Missbrauch von Notrufen

Kaum einer der Trittbrettfahrer und Verteiler von Briefumschlägen mit verdächtiger Substanz an Orten wie dem Kanzleramt macht sich darüber Gedanken, dass sein Verhalten strafbar ist. Für die Fälle der Störung des öffentlichen Friedens und der Mobilisierung von Rettungskräften oder Polizei wider besseres Wissen gibt es aber sogar drei Tatbestände, die bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe nach sich ziehen können. Und Unwissen schützt ja bekanntlich vor Strafe nicht.

§ 145 StGB droht bis zu zwei Jahren Gefängnis an. Darunter fallen auch Schülerstreiche, bei denen die Schüler mal eben den Feuermelder in der Schule betätigen, um eine Freistunde zu ergattern.

Das Vortäuschen und Ankündigen von Straftaten

§ 145d StGB droht sogar bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe an. Typisch hierfür sind Trittbrettfahrer bei Erpressungsfällen, die, nachdem von einer Erpressung in der Presse die Rede ist, sich bei der Polizei oder anderen Stellen als der Erpresser ausgeben.

Androhung von Straftaten

§ 126 StGB droht ebenfalls bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe an. Hierunter würden auch Briefe mit dubiosem Inhalt fallen, die man bewusst an öffentlichen Plätzen oder etwa dem Kanzleramt liegen lässt. In normalen Zeiten kein Problem, aber angesichts der Ereignisse vom 11. September 2001 und tatsächlich eingetretenen Milzbrandanschlägen durch Briefe in den USA ist ein solcher Brief geeignet, den öffentlichen Frieden und mithin den Glauben der Bevölkerung, in Ruhe und Frieden zu leben, zu stören.

12
Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Terrorismus: Harte Strafen für Trittbrettfahrer
Seite  2:  Missbrauch von Notrufen sowie Androhen, Vortäuschen oder Ankündigen von Straftaten
Das könnte Sie auch interessieren
Strafrecht - Straftaten Straftaten gegen die Staatsgewalt und öffentliche Ordnung