Telekom darf Kunden keine Zusatzleistungen unterjubeln

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Auftragsbestätigungen enthielten nicht mit Kunden abgesprochene Leistungen

Das Landgericht Bonn hat einer aggressiven Vertriebsmethode der Telekom jetzt eine klare Absage erteilt. Es hatten sich Beschwerden von Kunden gehäuft, die von der Telekom Bestätigungen für Zusatzleistungen oder Tarifänderungen bekommen hatten, ohne diese je bestellt zu haben.

Die Telekom argumentierte, die Kunden hätten per Telefon den Vertragsänderungen zugestimmt. Das Gericht glaubte aber nach umfangreicher Beweisaufnahme den Verbrauchern und erklärte die Werbepraxis mit untergeschobenen Leistungen für unzulässig.

Arne Schinkel
Von Arne Schinkel
Mitgründer von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de. Schreibt über das Recht aus ungewohnter Perspektive: seiner. Beachtet die Symptome und bekämpft die Ursachen. Weniger Paragrafen, mehr Eigenverantwortung. "Was jeder einzelne tun kann? Sehr viel: Verantwortung übernehmen. Und im Fall von Unrecht entscheiden: Da mache ich nicht mit!"

Tipp: Wer von seinem Telefonanbieter Auftragsbestätigungen bekommt, sollte diese daher genau kontrollieren. Wenn Leistungen enthalten sind, die nie bestellt wurden, dann sollte sofort reklamiert und notfalls ein Rechtsanwalt oder die Verbraucherzentrale hinzugezogen werden. (Az. 11 O 46/11)

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