Teheran: Im Iran festgenommene Deutsche gestehen Straftat
AFP VOM 15.10.2010 | Nachrichten - Nachrichten | 509 Aufrufe Mehr zum Thema:Deutsche, Iran
Berlin um Freilassung der Inhaftierten bemüht
Die beiden im Iran festgenommenen Deutschen haben nach Darstellung der iranischen Behörden zugegeben, eine Straftat begangen zu haben. "Die beiden Beschuldigten, die durch die Zusammenarbeit mit im Ausland ansässigen politischen Gruppen nach Täbris gekommen sind, befinden sich derzeit in Haft und haben zugegeben, eine Straftat begangen zu haben", sagte der iranische Generalstaatsanwalt Gholamhossein Mohseni Edscheie laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Demnach äußerte sich der Generalstaatsanwalt am Donnerstag am Rande eines Treffens von Justizvertretern.
Die beiden Deutschen waren am Sonntag in der nordostiranischen Stadt Täbris festgenommen worden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bestätigte am Dienstag, dass es sich um zwei Deutsche handelte. Demnach bemühte sich die Bundesregierung "mit Hochdruck" um die Aufklärung der Umstände und deren Freilassung.
Die Identität der Festgenommenen wurde nicht bekannt gegeben. Berichten zufolge handelt es sich um einen Fotografen und einen Journalisten eines deutschen Printmediums, die ein Interview mit dem Sohn der zum Tode verurteilen Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani führen wollten. Die 43-Jährige wurde nach iranischen Angaben 2006 zu zehn Jahren Haft wegen der angeblichen Verwicklung in den Mord an ihrem Ehemann sowie wegen mehrfachen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt.
Die iranischen Behörden hatten nach der Festnahme erklärt, die Deutschen seien mit einem Touristenvisum eingereist und hätten Verbindungen zu "antirevolutionären" Kräften.
15. Oktober 2010 - 08.44 Uhr
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