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Tarifumstellung bei Vodafone - Kunden erhalten als Information nur SMS

Von Rechtsanwältin Marion Deinzer
5.12.2011 | Ratgeber - Vertragsrecht | 1030 Aufrufe
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Tarifumstellung, Vodafone, Prepaid, Grundgebühr, Information, SMS

Große Gefahr, dass Kunden von Umstellung keine Kenntnis erlangen

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass der Mobilfunkanbieter Vodafone einige seiner grundgebührenfreien Prepaid-Tarife auf den Tarif CallYa OpenEnd Talk & SMS umstellt. Hierzu versendet Vodafone lediglich eine SMS an seine Kunden zur Information. Eine Zustimmung des Kunden zur Tarifumstellung wird zuvor nicht eingeholt.

Für den neuen Tarif fallen 1,50 € monatliche Grundgebühren an. Dafür kann der Kunde im Gegenzug für einmalig 29 Cent pro Telefonat im Vodafone-Netz oder Festnetz telefonieren. Dies funktioniert jedoch nur so lange, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Sofern der Kunde seine SIM-Karte für einen längeren Zeitraum nicht nutzt, erhält er keine Kenntnis von der Tarifumstellung, da Vodafone die SMS mit den Informationen zur Tarifumstellung nur wenige Tage bereit hält. Daher besteht die Gefahr, dass Kunden zur Tarifumstellung keinerlei Kenntnis erlangen und die jährliche Grundgebühr in Höhe von 18,00 € automatisch vom Guthaben abgezogen wird, ohne dass der Kunde seine Zustimmung hierzu erteilt hat. Nähere Informationen finden Sie unter www.heise.de

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Vodafone-Kunden mit bisher grundgebührfreien Prepaid-Tarifen ist daher zu raten, der Tarifumstellung ausdrücklich zu widersprechen und auf darauf zu bestehen, dass Vodafone den ursprünglichen Tarif wieder herstellt. Die durch Vodafone einseitig vorgenommene Vertragsänderung dürfte ohne Zustimmung des Kunden rechtswidrig und damit unwirksam sein.

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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