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Türkische Staatsanwaltschaft verlangt Inhaftierung von 180 Militärs

Türkische Staatsanwaltschaft verlangt Inhaftierung von 180 Militärs

AFP VOM 11.2.2011 | Nachrichten - Allgemein | 1261 Aufrufe
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Putsch, Armee, Türkei

Verdunklungs- und Fluchtgefahr im Prozess um Putsch-Pläne

Im Putsch-Prozess gegen hochrangige türkische Armeeangehörige hat die Staatsanwaltschaft die Inhaftierung von rund 180 Angeklagten beantragt. Die Staatsanwaltschaft befürchtete Flucht- und Verdunklungsgefahr, wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag berichtete. Das Gericht habe die Sitzung in Silivri westlich von Istanbul unterbrochen, um über den Antrag zu beraten. Der Haftantrag richtet sich den Angaben zufolge auch gegen den Hauptbeschuldigten, Ex-General Cetin Dogan. Insgesamt stehen fast 200 Generäle, Admiräle und andere Offiziere seit Dezember vor Gericht. Die Anklage fordert jeweils bis zu 20 Jahre Haft.

Das Verfahren gilt als neuer Höhepunkt im Machtkampf zwischen den säkularen Militärs und der islamisch geprägten Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Ex-General Dogan soll 2003 den Umsturzversuches mit dem Decknamen "Vorschlaghammer" geplant haben. Unter anderem sollen die Verschwörer Bombenanschläge auf Istanbuler Moscheen und in deren Folge die Verhängung des Kriegsrechtes anvisiert haben. Zudem sollten laut Anklage Spannungen mit Griechenland provoziert werden, um einen Putsch zu rechtfertigen.

Die türkischen Militärs sehen sich als Hüter der säkularen Ordnung des Landes. Viele Offiziere betrachten Erdogan und andere führende Politiker seiner AKP-Partei als radikale Islamisten, die aus der Türkei einen islamischen Gottesstaat machen wollen. Erdogan weist dies zurück.

11.02.2011 - 17:01 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2010

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