Suu Kyi könnte nach Wahlen in Birma entlassen werden
AFP VOM 28.10.2010 | Nachrichten - International | 1174 Aufrufe Mehr zum Thema:Birma, Suu Kyi
Außenminister: Oppositionelle kommt "vielleicht" frei
Die in Birma inhaftierte Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi könnte nach den Wahlen am 7. November aus ihrem Hausarrest entlassen werden. Birmas Außenminister Nyan Win habe bei einem Treffen der Gruppe südostasiatischer Staaten (ASEAN) in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi gesagt, die Friedensnobelpreisträgerin komme nach dem Urnengang "vielleicht" frei, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Delegationskreisen. Ein konkretes Datum nannte der Außenminister demnach nicht.
Die Friedensnobelpreisträgerin verbrachte fast 15 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis. Seit 2003 war sie nicht mehr auf freiem Fuß. Vor gut einem Jahr war ihr Hausarrest verlängert worden. Er endet offiziell am 13. November, also knapp eine Woche nach den geplanten Wahlen. Vor kurzem hatten zwei Regierungsvertreter aus Birma AFP gesagt, Suu Kyi werde an diesem Datum tatsächlich freigelassen.
Suu Kyis mittlerweile verbotene Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte die letzten freien Wahlen 1990 mit großem Vorsprung gewonnen. Die Junta erkannte das Ergebnis jedoch nie an. Am 7. November sollen in Birma die ersten Wahlen seit 1990 abgehalten werden. Die Opposition und internationale Beobachter befürchten aber einen unfairen Urnengang.
28. Oktober 2010 - 08.25 Uhr
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