Ehebrecher in Südkorea sollen künftig ohne Haftstrafe davonkommen. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag meldete, soll das umstrittene Gesetz von 1953, nach dem Ehebruch mit Gefängnis geahndet werden kann, im Rahmen einer Justizreform gegen Ende des Jahres wahrscheinlich abgeschafft werden. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, eine 24-köpfige Expertenkommission befasse sich derzeit mit dem heiklen Thema.
Das südkoreanische Verfassungsgericht hatte das Gesetz im Oktober 2008 in einer knappen Entscheidung erneut bestätigt. Die Richter argumentierten, eine Legalisierung des Ehebruchs würde die gesellschaftliche Moral schwächen. Geklagt hatte eine Schauspielerin, die das Gesetz als Verletzung der persönlichen Freiheit kritisierte.
18. März 2010 - 09.07 Uhr
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