Straftaten gegen das ungeborene Leben - Der Schwangerschaftsabbruch

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Schwangerschaftsabbruch - Worum es geht

Das Leben eines Menschen ist ab dem Zeitpunkt seiner Geburt strafrechtlich geschützt. Aber auch schon eine Verletzung der Leibesfrucht ist strafbar. Demnach ist eine Abtreibung laut § 218 StGB eine Straftat gegen das (ungeborene) Leben.

Allerdings begeht nicht jede Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt und jeder Arzt, der diesen Eingriff durchführt, eine Straftat. Denn obwohl das Bundesverfassungsgericht 1993 entschieden hat, dass ein Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich strafbar ist, gibt es medizinisch oder rechtlich begründete Ausnahmen. Außerdem beinhaltet § 218a StGB Rechtfertigungsgründe, nach denen eine Abtreibung nicht strafrechtlich verfolgt wird. Bei der sogenannten Fristenlösung sind die gesetzlichen Voraussetzungen des Schwangerschaftsabbruchs nicht verwirklicht, es besteht jedoch eine grundlegende Missbilligung.

Neben § 218 und 219 StGB wird der Schwangerschaftsabbruch auch noch durch das Schwangerschaftskonfliktgesetz und das Schwangerschaftsabbruchhilfegesetz geregelt, wobei es in diesen hauptsächlich um die Vereinbarung der Beratung und der finanziellen Unterstützung geht.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Allgemeine Einleitung
Seite  2:  Schwangerschaftsabbruch - Worum es geht
Seite  3:  Unter welchen Umständen ist eine Abtreibung straffrei?
Seite  4:  Die Fristenlösung
Seite  5:  Besonderheiten
Seite  6:  Die Situation in anderen europäischen Ländern
Seite  7:  § 218 StGB - Schwangerschaftsabbruch
Seite  8:  § 218a StGB - Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs
Seite  9:  § 218b StGB - Schwangerschaftsabbruch ohne ärztliche Feststellung
Seite  10:  § 218c StGB - Ärztliche Pflichtverletzung
Seite  11:  § 219 StGB - Beratung der Schwangeren
Seite  12:  § 219a StGB - Werbung für den Abbruch
Seite  13:  § 219b StGB - Inverkehrbringen von Mitteln
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