Straftaten gegen das Vermögen

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Straftaten gegen das Vermögen - Worum es geht

Vermögensdelikte sind Straftaten, die sich auf das Vermögen einer anderen Person beziehen. Dies ist nicht zwingend das gesamte Vermögen, auch einzelne Teile dessen reichen aus (Vermögenswerte).
Meist kommt es durch ein Vermögensdelikt zu einem regelrechten Schaden beim Opfer, in Form einer Minderung des Vermögens beim Opfer und einer Mehrung des Vermögens beim Täter. Dies kann vom Täter beabsichtigt oder nur Begeliterscheinung seiner Tat sein, und dementsprechend haben die einzelnen Vermögensdelikte unterschiedliche Voraussetzungen. Auch ist es nicht immer der Täter selbst (z.B. der Dieb), der durch die Beute reicher wird, er kann diese auch einem Dritten "zuarbeiten".
Es gilt daher bei Vermögensdelikten immer zu unterscheiden:

  • will sich der Täter bereichern?
  • will der Täter einen Dritten bereichern oder kommt es auf eine Bereicherung überhaupt nicht an?
  • handelt der Täter mit der Absicht der Zueignung?
  • will der Täter sich selbst die Beute zueignen?
  • will der Täter die Beute einem Dritten zueignen?
  • kommt es auf die Zueignung überhaupt an?
  • muss bei dem Opfer ein Schaden vorliegen?
etc.

Was genau ist das Vermögen? Nur die Werte, die das Opfer redlich, also legal erworben hat, oder auch illegal erworbene Werte? Kann man, wenn man einen Verbrecher um sein Geld bereichert, wegen Betrugs etc. strafbar sein, wenn das Geld des Verbrechers aus illegalen Drogengeschäften stammt? Dies ist höchst umstritten unter Juristen. Um Lücken zu vermeiden, muss man wohl davon ausgehen, dass der Begriff des Vermögens auch illegal erworbene Vermögenswerte umfasst.

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Seite  1:  Straftaten gegen das Vermögen - Worum es geht
Seite  2:  Der Diebstahl
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Seite  7:  Die Sachbeschädigung
Seite  8:  Der Betrug
Seite  9:  Der Subventionsbetrug
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