Straftat gemäß § 316 a StGB

Mehr zum Thema:

Strafrecht Rubrik, Räuberischer, Angriff, Kraftfahrer, Straßenverkehr, Raub

3,5 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
2

Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer

Durch den Straftatbestand des räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer wird sowohl das Vermögen als auch die Sicherheit des Straßenverkehrs geschützt. Es handelt sich um einen Sonderfall des Raubes und des räuberischen Diebstahls sowie der räuberischen Erpressung.

Taugliche Täter können sowohl Personen außerhalb als auch innerhalb des Fahrzeugs sein. Bei einem verkehrsbedingten Anhalten bleibt der Fahrer Kraftfahrzeugführer, unabhängig davon, ob der Motor weiterläuft oder nicht. Wenn das Fahrzeug aus anderen als verkehrsbedingten Gründen angehalten wird, endet die Eigenschaft als Kraftfahrzeugführer mit dem Ausschalten des Motors.

Volker Dembski
seit 2010 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht
Nymphenburger Straße 17
80335 München
Tel: 089-51701794
Web: www.fachanwalt-strafrecht-muenchen.org
E-Mail:
Verkehrsstrafrecht, Jugendstrafrecht, Steuerstrafrecht, Betäubungsmittelrecht

Unter Angriff wird eine Handlung verstanden, durch die in feindlicher Willensrichtung auf Leib, Leben oder die Entschlussfreiheit eingewirkt wird.

Die besonderen Verhältnisse des Straßenverkehrs werden objektiv ausgenutzt, wenn der Kraftfahrzeugführer im Zeitpunkt des Angriffs noch in einer Weise mit der Beherrschung seines Fahrzeugs oder mit der Bewältigung von Verkehrsvorgängen beschäftigt ist, dass er gerade deshalb leichter zum Angriffsobjekt werden kann. Im fließenden Verkehr handelt der Täter in der Regel auch mit dem subjektiv erforderlichen Ausnutzungsbewusstsein. Das gleiche gilt beim verkehrsbedingten Anhalten des Fahrzeugs mit laufendem Motor. Beim Anhalten aus anderen als verkehrsbedingten Gründen müssen neben der Tatsache, dass der Motor noch läuft, weitere verkehrsspezifische Umstände vorliegen.

Der Täter muss bei Verübung des Angriffs mit Zueignungs-, Beutesicherungs- oder Bereicherungsabsicht gehandelt haben.

Bei wenigstens leichtfertiger Verursachung des Todes eines anderen Menschen findet eine Erfolgsqualifikation Anwendung. Tat kann hier sowohl ein Angriff als auch die Raub- oder Erpressungstat sein. Auch ein Dritter ist taugliches Tatopfer. Der Tod muss spezifische Folge der Tathandlung sein.

Sie haben Fragen? Nehmen Sie gleich Kontakt auf.
Rechtsanwalt
Volker Dembski
Fachanwalt für Strafrecht
München
Guten Tag Herr Dembski,
ich habe Ihren Artikel "Straftat gemäß § 316 a StGB" gelesen und würde darüber gerne mit Ihnen sprechen.
Kontakt aufnehmen